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 Erfahrung, Fragen und Tipps zur Hobbythek
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gute schlechte Emulgatoren 27.01.2003 (17:52 Uhr) Urs
Hallo !
Ich habe diesen Beitrag schon länger vorbereitet und sehe, das Thema Lanolin noch sehr aktuell ist und schon viele neue Informationen dazu gekommen sind.

Ich finde es gibt keine guten oder schlechten Emulgatoren und Faber und Pütz ergänzen sich gut. Ich benutze das, was ich brauche um die Creme zu erstellen die ich haben will.
Z.B. Lanolin und Fluidlecithin CM oder Super sind alles "gute" Emulgatoren.

Lanolin anhydrid = Wollwachs ist auch ein Emulgator und zwar ein W/O Emulgator HLB von 4
Wollwachs DAB 10 soll 200 - 300% seines eigenen Gewichts an Wasser aufnehmen. (siehe dazu früheren Beitrag von Beate, Kathrin)
Hergestellt wird Wollwachs aus dem Wollfett von Schafen und ist am Anfang schwarz und übelriechend.
Brauchbar wird es erst durch eine aufwendige Reinigung.
Nachteile:
Die schon in diesem Forum angesprochene möglichen Pestizidrückstände.
Mögliche Allergien und Sensibilisierungen.
Lanolincremes ergeben, wenn kein anderer Emulgator vorhanden ist eine recht fette W/O Emulsion, was bei normaler oder fetter Haut nicht nötig bzw. nicht gewünscht ist.
Vorteile: sehr gut hautglättend,
enthält viele Substanzen, die auch in der menschlichen Haut vorhanden sind,
dringt gut in die Haut ein und erhöht dadurch die Aufnahme anderer Stoffe aus der Emulsion,
erhöht die Hautfeucht,
relativ leicht verfügbar ( jede Apotheke)
auch in W/O Emulsionen sehr gute hautpflegende Eigenschaften.

Wenn man nun eine O/W Emulsion erzeugen will so kann man z.B. Fluidlecithin CM der Hobbythek nehmen.
Lecithin kennen wir alle aus unserem Alltag, denn es kommt z.B. im Eigelb in größeren Mengen vor.
Die emulgierenden Eigenschaften Lecithin in Eigelb nutzt man z.B. bei der Herstellung von Mayonnaise.
Lecithine bilden einen Hauptbestandteil der Zellmembranen in unserem Körper.
Lecithin ist in einer Konzentration von ca. 1,5 % in Sojabohnen enthalten und fällt bei der Herstellung von Sojaöl an.
Das im Lecithin enthaltene Phosphatidylcholin ist ein guter O/W Emulgator. Um das Fluidlecithin zu erhalten muss das Phosphatidylcholin angereichert werden. Fluidlecithin CM hat einen HLB-Wert von ca. 7.
(Je höher der Phosphatidylcholingehalt umso höher der HLB)
Nachteile:
Gefahr von genmanipuliertem Soja (Spinnrad hat früher behauptet, dass zur Herstellung Ihres Fluidlecithins nur herkömmliches Soja benutzt werden würde.)
Vorteile:
Bisher keine Allergien oder Sensibilisierungen bekannt,
enthält viele Stoffe die in der Haut enthalten sind,
gute Pflegeeigenschaften,
Erhöhung der Hautfeuchte, siehe dazu auch Bücher der Hobbythek
pflanzlichen Ursprungs. Da die Preise von Lanolin anhydrid und Fluidlecithin CM sich nicht größer unterscheiden könnte Fluidlecithin CM eine gute Erweiterung für FaberanwenderInnen darstellen um eine O/W Emulsion herzustellen.
Allerdings kann man auch als Hobbythekanwender Lanolin in seine Cremes einbauen, obwohl Pütz vor Jahren auf den Index gesetzt hat. Alle Anbieter behaupten gute, also so gut wie Pestizid freies Lanolin zu vertreiben. Hier eine Rezeptur für eine warm gerührte Creme für die reife + trockene Haut.6 % Tegomuls HT
3 %Lanolin anhydrid
1 % Cetylalkohol
1 % Carotin HT
1,5 % D-Panthenol HT
1 % BioKons HT
16 % Sojaöl
Rest Wasser


Viel Spaß beim Rühren!
Urs

Re: gute schlechte Emulgatoren 28.01.2003 (12:06 Uhr) aline
Hallo Urs,

ich bin momentan am experimentieren und suchen nach einer Creme für meine empfindliche Haut. Ich weiß, dass ich auf Alkohol oft sehr unangenehm reagiere - darum die Frage, gibt es für den Cetylalkohol in deinem Rezept auch eine Alternative?

Grüße Aline

> Hallo !
> Ich habe diesen Beitrag schon länger vorbereitet und
> sehe, das Thema Lanolin noch sehr aktuell ist und schon
> viele neue Informationen dazu gekommen sind.
>
> Ich finde es gibt keine guten oder schlechten Emulgatoren
> und Faber und Pütz ergänzen sich gut. Ich benutze das,
> was ich brauche um die Creme zu erstellen die ich haben
> will.
> Z.B. Lanolin und Fluidlecithin CM oder Super sind alles
> "gute" Emulgatoren.
>
> Lanolin anhydrid = Wollwachs ist auch ein Emulgator und
> zwar ein W/O Emulgator HLB von 4
> Wollwachs DAB 10 soll 200 - 300% seines eigenen Gewichts
> an Wasser aufnehmen. (siehe dazu früheren Beitrag von
> Beate, Kathrin)
> Hergestellt wird Wollwachs aus dem Wollfett von Schafen
> und ist am Anfang schwarz und übelriechend.
> Brauchbar wird es erst durch eine aufwendige Reinigung.
> Nachteile:
> Die schon in diesem Forum angesprochene möglichen
> Pestizidrückstände.
> Mögliche Allergien und Sensibilisierungen.
> Lanolincremes ergeben, wenn kein anderer Emulgator
> vorhanden ist eine recht fette W/O Emulsion, was bei
> normaler oder fetter Haut nicht nötig bzw. nicht
> gewünscht ist.
> Vorteile: sehr gut hautglättend,
> enthält viele Substanzen, die auch in der menschlichen
> Haut vorhanden sind,
> dringt gut in die Haut ein und erhöht dadurch die
> Aufnahme anderer Stoffe aus der Emulsion,
> erhöht die Hautfeucht,
> relativ leicht verfügbar ( jede Apotheke)
> auch in W/O Emulsionen sehr gute hautpflegende
> Eigenschaften.
>
> Wenn man nun eine O/W Emulsion erzeugen will so kann man
> z.B. Fluidlecithin CM der Hobbythek nehmen.
> Lecithin kennen wir alle aus unserem Alltag, denn es
> kommt z.B. im Eigelb in größeren Mengen vor.
> Die emulgierenden Eigenschaften Lecithin in Eigelb nutzt
> man z.B. bei der Herstellung von Mayonnaise.
> Lecithine bilden einen Hauptbestandteil der Zellmembranen
> in unserem Körper.
> Lecithin ist in einer Konzentration von ca. 1,5 % in
> Sojabohnen enthalten und fällt bei der Herstellung von
> Sojaöl an.
> Das im Lecithin enthaltene Phosphatidylcholin ist ein
> guter O/W Emulgator. Um das Fluidlecithin zu erhalten
> muss das Phosphatidylcholin angereichert werden.
> Fluidlecithin CM hat einen HLB-Wert von ca. 7.
> (Je höher der Phosphatidylcholingehalt umso höher der
> HLB)
> Nachteile:
> Gefahr von genmanipuliertem Soja (Spinnrad hat früher
> behauptet, dass zur Herstellung Ihres Fluidlecithins nur
> herkömmliches Soja benutzt werden würde.)
> Vorteile:
> Bisher keine Allergien oder Sensibilisierungen bekannt,
> enthält viele Stoffe die in der Haut enthalten sind,
> gute Pflegeeigenschaften,
> Erhöhung der Hautfeuchte, siehe dazu auch Bücher der
> Hobbythek
> pflanzlichen Ursprungs. Da die Preise von Lanolin
> anhydrid und Fluidlecithin CM sich nicht größer
> unterscheiden könnte Fluidlecithin CM eine gute
> Erweiterung für FaberanwenderInnen darstellen um eine O/W
> Emulsion herzustellen.
> Allerdings kann man auch als Hobbythekanwender Lanolin in
> seine Cremes einbauen, obwohl Pütz vor Jahren auf den
> Index gesetzt hat. Alle Anbieter behaupten gute, also so
> gut wie Pestizid freies Lanolin zu vertreiben. Hier eine
> Rezeptur für eine warm gerührte Creme für die reife +
> trockene Haut.6 % Tegomuls HT
> 3 %Lanolin anhydrid
> 1 % Cetylalkohol
> 1 % Carotin HT
> 1,5 % D-Panthenol HT
> 1 % BioKons HT
> 16 % Sojaöl
> Rest Wasser
>
>
> Viel Spaß beim Rühren!
> Urs
>
Re: gute schlechte Emulgatoren 28.01.2003 (16:08 Uhr) Kathrin
Hallo,

Cetylalkohol ist in dem Fall kein Problem, weil es nämlich nicht mit dem (Trink-)Alkohol (=Ethanol) vergleichbar ist. Es ist zwar chemisch gesehen mit ihm verwand, hat aber eine ganz andere Wirkung! Der Alkohol, den Du meinst, dient meist zum Konservieren und trocknet die Haut u.U. etwas aus. Cetyalkohol ist ganz anders, er dient als Konsistenzgeber und ist je nach Menge sogar gut für die Haut, sorgt dafür, dass sich die Creme besser anfühlt. Wenn man zuviel nimmt, fühlt sich die die Creme auf der Haut stumpf und wachsig an, was aber in manchen Fällen erwünscht ist, z.B. bei Handcreme (kein fettiges Gefühl nach dem Eincremen)

Übrigens ist Cetylalkohol auch nicht flüssig, sondern in Form von festen, weissen Plättchen o.ä. zu kaufen.

Wenn Du kein Cetylalk. da hast, kannst Du statt dessen auch einen anderen Konsistenzgeber nehmen. Ich persönlich nehme am liebsten Sheabutter (gleich Menge oder mehr, ist ja sehr hautpflegend!), es geht auch Bienenwachs, Walrat (enthält auch Cetylalk.), Kakaobutter...

Liebe Grüße,
Kathrin
Re: gute schlechte Emulgatoren 28.01.2003 (19:07 Uhr) Unbekannt
Cetylalkohol ist aber komedogen nebenbei erwähnt. Daher sehe ich ihn nicht sooo gern in Kosmetika...

Shea und Co sind da wirklich schöner :D
Re: gute schlechte Emulgatoren 28.01.2003 (20:43 Uhr) Urs
> Cetylalkohol ist aber komedogen nebenbei erwähnt. Daher
> sehe ich ihn nicht sooo gern in Kosmetika...
>
> Shea und Co sind da wirklich schöner :D

Hallo zusammen!
Ich kann mich dem Beitrag von Kathrin nur anschließen.
Das Problem mit der Förderung der Mitesserbildung ist mir bekann. Ich denke allerdings, dass dies von Person zu Person verschieden ist.
Lanolin soll auch komedogen sein genauso wie die folgende Liste:
Ammoniumbituminosulfonat eButylstearat (Butyl Stearat) Cetylalkohol (Cetyl Alcohol) Erdnussoel (Arachis Hypogaea) Hexylenglycol (Hexyne Glycol) Holzteer (Pinus) Isopropylester (Isopropyl Ester) Isopropylmyristat (Isopropyl Myristate) Kakaobutter (Cocoa Butter oder Theobroma Cacao) Kokosöll (Cocos Nucifera) Lanolin, auch Wollwachs (Lanolin) acetylierte Lanolinalkohole (Acetylated lanolin Alcohols) Lanolinfettsäure (Lanolinfettsäure) Maiskeimöl (Corn Oil) Natriumlaurylsulfat (Sodium Lauryl Sulfate) Octanol (Octanol) Olivenöl (Olive Oil) Ölsäure (Oleic Acid) Paraffinöl (Petrolatum) Polyäthylenglycol (PEG-12) Propylenglykolester (Propylene Glycol Stearate) Saflor - Öl (Carthamus Tinctorius) Schwefel (Sulphur) Sesam - Öl (Sesamum Indicum) Stearinsäure (Stearic Acid) Steinkohleteer (Heavy Mineral Oil oder Pix Ex Carbone).
Man achte dabei vor allem auf Olivenöl!!!
Die Liste habe ich bei http://www.aknetherapie.de/faq/komedogen.htm kopiert.
Ich für meinen Teil habe mit Cethylalkohol keine Probleme und er stabilisiert die Emulsionen recht gut.
Nichts  für ungut!
Urs
Re: gute schlechte Emulgatoren 29.01.2003 (10:25 Uhr) Zimt
Diese Liste ist mir bekannt.
Sie ist sowohl unvollständig wie veraltet (habe mich auch schon mit dem Autor ausgetauscht, aber wir kommen beide auf keinen grüneren Zweig und für mehr Forschung in die Richtung hab ich zur Zeit einfach zuviel um die Ohren)

Lanolin ist nur bedingt komedogen. Wenn es naturrein ist, nämlich angeblich nicht. Ich meide es dennoch...

Auch kommt es immer auf die Gesamtzusammensetzung der Creme an und... der Test mit dem diese Stoffe ermittelt wurden ist umstritten. Kligman testete nämlich an Kaninchenohren und da wurden Fehler bei der Bewertung durchgeführt... auch sind Kaninchenohren ein wenig anders als menschliche Haut, kann man einwerfen... alles in allem... Es ist nicht leicht Komedogenität einer fertigen Creme ohne Testreihen am Menschen zu beurteilen. Und Du hast Recht die persönliche Hautverfassung spielt sicher rein, genau wie eben die Zusammensetzung des fertigen Produktes

Alles in allem, meide ich für meinen Teil Cetylalkohol und Lanolin (bei beiden weiß ich, dass viele Patienten darauf reagieren)... mache bei gewissen pflanzlichen Ölen auch mal eine Ausnahme...
Re: gute schlechte Emulgatoren 29.01.2003 (17:10 Uhr) Urs
Hallo!
Ich gebe dir Recht, die Rezeptur spielt eine wichtige Rolle. Ich habe kürzlich eine Untersuchung gelesen bei der herauskam, dass viele Hautprobleme und Unverträglichkeiten auf die Anwendung falscher Produkte zurückzuführen ist, also Creme für trockne Haut bei fetter Haut. Das was ich der Literatur entnehmen kann ist, dass die Komedogenität von Isopropylmyristat von weiten Teilen der Fachleute anerkannt ist, aber schon bei Paraffin scheiden sich die Geister. Niveacreme, die Paraffin in Mengen enthält, ist ein gutes Beispiel. Eine Untersuchung hat nachgewiesen, dass Nivea nur in 1:1.000.000 Fällen zu Unverträglichkeitsreaktionen führt. Im Allgemeinen ein schwieriges Thema, weil viele Parameter eine Rolle spielen
Grüße!
Urs
Re: gute schlechte Emulgatoren 06.10.2004 (16:32 Uhr) Basti
Also unter Unverträglichkeitsreaktionen versteht man eigentlich eine Allergie oder eben Unverträglichkeit welche sich durch Rötung, Schuppung, Pusteln etc. meist sofort äußert. Das hat mit Komedogenität nix im zu tun! Diese spielt erst nach etwas längerer Zeit bzw. längerem Gebrauch eine Rolle. Deswegen kann man diesen Stoffen auch relativ schlecht eine Komedogenität nachweisen.
MfG
Basti
Re: gute schlechte Emulgatoren 06.10.2004 (21:15 Uhr) Zimt
Naja, so lange dauert es nun auch nicht bis sich ein Komedo bildet, oder eben nicht.

Es handelt sich hierbei wohl um Wochen bis etwa einen Monat und das ist doch ein überschaubarer Zeitraum.

Komedogenität würde ich wirklich nicht als "Langzeiteffekt" einordnen.

Meine Erfahrung hat auch immer wieder gezeigt, dass man spätestens nach einem Monat weiß, ob man etwas bezüglich der Komedogenität verträgt oder nicht.
Allerdings bin ich doch immer wieder amüsiert , wenn Leute nach nur einer Anwendung gleich dem Produkt Verschlechterung der Mitesser-/Aknesituation geben - DAS ist wirklich unmöglich!

Natürlich stimmt was Du sagst bezüglich Allergie und Unverträglichkeit (wobei ich schon angemerkt haben will, dass sich die beiden überschneiden, aber nicht zu verwechseln sind). Komedogenität ist etwas anderes, aber man kann dennoch von einer Verträglichkeit bei einer Person mit Komedonenproblemen reden. Im Sinne von "Ich vertrage dieses oder jenes nicht, da es bei mir Mitesser verursacht."- Verträglichkeit ist ja ein eher schwammiger Bergriff...

LG
Hallo Urs,

eine Frage: Warum ist Fluidlecithin mit einem HLB Wert von 7 ein O/W Emulgator. Ich dachte alle Emulgatoren mit HLB 3-8 erzeugen W/O Emulsionen?
Bis danne
Maritima

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