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Tropfeinsätze für äth. Öleflaschen 05.02.2002 (15:02 Uhr) Davana
Hallo,

ich habe seit langer Zeit ein Problem mit den Tropfeinsätzen der Fläschchen für äth. Öle. Die meisten sind so konstruiert, dass die Tropfen nicht gleichmäßig herauskommen. Bei manchen Einsätzen läuft das Öl geradezu.

Ich bin dazu übergegangen, die Einsätze und Schraubverschlüsse durch Pipetten zu ersetzen. Nur werden die Gummis irgendwie durchlässig (der Duft geht durch). Ich achte schon auf "resistente" Pipetten, doch die für 5-ml-Flaschen sind nicht resistent gegen äth. Öle.

Die einzigen Tropfeinsätze die was taugen, sind die von Primavera. Die Öle sind klasse, nur leider verhältnismäßig teuer.

Das Problem haben bestimmt viele von euch. Wie habt ihr das gelöst?

Viele Grüße
Davana
> Hallo,
>
> ich habe seit langer Zeit ein Problem mit den
> Tropfeinsätzen der Fläschchen für äth. Öle. Die meisten
> sind so konstruiert, dass die Tropfen nicht gleichmäßig
> herauskommen. Bei manchen Einsätzen läuft das Öl
> geradezu.
>

Kenne ich auch nur zu gut :-((


> Ich bin dazu übergegangen, die Einsätze und
> Schraubverschlüsse durch Pipetten zu ersetzen. Nur werden
> die Gummis irgendwie durchlässig (der Duft geht durch).
> Ich achte schon auf "resistente" Pipetten, doch die für
> 5-ml-Flaschen sind nicht resistent gegen äth. Öle.
>

die meisten Öle kann man mit einem großen Nadelöhr ganz gut dosieren. Ne Stopf- oder Sticknadel.



> Die einzigen Tropfeinsätze die was taugen, sind die von
> Primavera. Die Öle sind klasse, nur leider
> verhältnismäßig teuer.
>
Das wäre mein nächster Rat gewesen....

wobei Primavera auch die Qualität hat, der ich vertraue, obgleich ich auch andere kaufe, kommt auf den Verwendungszweck an.




> Das Problem haben bestimmt viele von euch. Wie habt ihr
> das gelöst?
>
> Viele Grüße
> Davana


Viele Grüße
Andi
Re: Tropfeinsätze für äth. Öleflaschen 05.02.2002 (23:27 Uhr) Davana
Hi Andi,

danke für den Tipp. Nur bin ich halt gar nicht damit einverstanden, dass man doch ne ganze Menge Geld dafür hinlegen muss und man hat dann einen Gegenstand, der nicht die Funktion aufweist, die er haben soll. -Ist ja fast wie im Software-Bereich-.

Ich werde den Firmen, bei denen ich äth. Öle kaufe, mal ne mail schreiben und hoffen, dass die sich dazu äußern.

Vielleicht kann man so das Problem abstellen. So ein passender Tropfeinsatz kostet bestimmt kein Vermögen!! Denn ich sage mir, wenn man sich nicht bemerkbar macht und Unzulänglichkeiten aufzeigt, wird man übersehen.

Tschüss
Davana
Hallo Davana,

das Problem mit den Tropfern dürfte vielen bekannt sein. Wenn Du eine Pipette auf die Ölfläschchen draufschraubst können verschiedene Öle das Gummi angreifen und auflösen.
Hier kann man nur versuchen, verschiedene Firmen, die solche Tropfer herstellen ausprobieren, die gibts besonders im Apothekenbedarf.

Du beschreibst die Primavera-Öle als verhältnismäßig teuer, stimmt, allerdings findest Du kaum eine bessere Qualität an ätherischen Ölen. Viele Öle, die günstig im Handel sind, stammen aus Plantagen, in denen mit Chemie nicht gerade sanft umgegangen wird, sie sind z.T. mit anderen Ölen verpanscht oder nicht richtig deklariert. Achtet deswegen genau auf die Informationen, die das Etikett hergibt. Ebenso ob der botanische Name mit dem Pflanzennamen übereinstimmt. Auch werden viele minderwertige Öle mit synthetischen Inhaltsstoffen hochgeputscht. Das gilt es alles zu bedenken, wenn man ein Öl kauft.

Viele Grüße

Gabriela
Re: Qualität der ätherischen Öle 06.02.2002 (10:00 Uhr) Davana
Hallo Gabriela,

da hast du sicher Recht. Das habe ich auch schon festgestellt, dass es da Unterschiede gibt, die gar nicht zu beschreiben sind. Nur, die Öle, die die Apothenken anbieten - jedenfalls bei uns - sind nicht unbedingt von guter Qualität - es fehlt die botanische Bezeichnung oder das Herkunftsland auf dem Etikett. Dem kann ich kein Vertrauen schenken. Oder meinst du damit, dass man die Tropfeinsätze einzeln kaufen kann? Wenn ja, dann sag doch bitte wo.

Die Öle von Primavera duften auch viel feiner als viele andere. Es sind oft nur Nuancen aber wenn man sich intensiver damit auseinandersetzt, merkt man schon den Unterschied.

Ich habe mir nun folgendes überlegt: ich werde versuchen, die Tropfeinsätze von den Fläschen gründlich zu reinigen - entduften - und gegen die anderen austauschen. Die Idee hatte ich gestern Abend, als ich ein leeres Fläschen dem Müll übergab.

Ich denke, ein Versuch ist es wert.

Viele Grüße
Davana
> Hallo Gabriela,
>
> da hast du sicher Recht. Das habe ich auch schon
> festgestellt, dass es da Unterschiede gibt, die gar nicht
> zu beschreiben sind. Nur, die Öle, die die Apothenken
> anbieten - jedenfalls bei uns - sind nicht unbedingt von
> guter Qualität - es fehlt die botanische Bezeichnung oder
> das Herkunftsland auf dem Etikett. Dem kann ich kein
> Vertrauen schenken. Oder meinst du damit, dass man die
> Tropfeinsätze einzeln kaufen kann? Wenn ja, dann sag doch
> bitte wo.
>
> Die Öle von Primavera duften auch viel feiner als viele
> andere. Es sind oft nur Nuancen aber wenn man sich
> intensiver damit auseinandersetzt, merkt man schon den
> Unterschied.

Hallo Davana,

da muss ich Dir Recht geben. Deine Beschreibung trifft das Unbeschreibliche noch am ehesten.
Mittlerweile muss ich aber auch Gabriela (hast Du eigenltich meine Mail bekommen, Gabriela?) rechtgeben, dass die Empfehlungen von Neumond &Co (kann wirklich nur Gabriela empfehlen zum Bezug der Öle, sie sind auch nicht teuerer wie woanders, dafür aber super ausgewählt und man steht nicht alleine da....) sind gleichermassen hochwertig.

>
> Ich habe mir nun folgendes überlegt: ich werde versuchen,
> die Tropfeinsätze von den Fläschen gründlich zu reinigen
> - entduften - und gegen die anderen austauschen. Die Idee
> hatte ich gestern Abend, als ich ein leeres Fläschen dem
> Müll übergab.

Diese Art von Recycling mache ich bei fast allen Fläschchen, Gläsern und Behältnissen...
Unsere Küche quillt, obwohl ich schon einiges in den Schränken verräumt habe. Aber da Leerbehältnisse sooo teuer sind, rentiert sich das auf jeden Fall. Und Braunglasfläschchen halten ewiglich....
Die Aufsätze hebe ich auch alle (auch die nicht guten, es findet sich immer ein Verwendungszweck, und wenns nur für Massageöle ist, entduften dauer zwar, aber ich habe ja Zeit...)

Übrigens habe ich gestern das Haarwachs gemacht. Mit Vaseline und Ceralan.
Und muss sagen, dass das Ergebnis echt super ist, zumindest für das was man von einem Haarwachs erwartet.
Da ich recht feines Haar habe (und es wird immer feiner zwecks Hormonmangel...) kann ich nur minimale Menge verwenden. Aber es erfüllt die Erwartungen, die ich an ein solches Produkt habe zu 100%.

Hast Du Bienenwachs (für weicheres Ergebnis) oder Ceralan (für festeres) genommen?

Liebe grüße
Andi



>
> Ich denke, ein Versuch ist es wert.
>
> Viele Grüße
> Davana
Re: Qualität der ätherischen Öle 08.02.2002 (18:42 Uhr) Unbekannt
Hallo Andi, Davana und Gabriela,

> da muss ich Dir Recht geben. Deine Beschreibung trifft
> das Unbeschreibliche noch am ehesten.
> Mittlerweile muss ich aber auch Gabriela (hast Du
> eigenltich meine Mail bekommen, Gabriela?) rechtgeben,
> dass die Empfehlungen von Neumond &Co (kann wirklich nur
> Gabriela empfehlen zum Bezug der Öle, sie sind auch nicht
> teuerer wie woanders, dafür aber super ausgewählt und man
> steht nicht alleine da....) sind gleichermassen
> hochwertig.

hab mal grad wieder etwas Zeit, hier ein bisschen zu "schmökern".
Das mit den äth. Ölen ist interessant. Primavera und Neumond sollen eine gute Qualitäte haben -  sind aber auch etwas teurer als die anderen. Wie ist es mit den äth. Ölen von  Nature oder Duft- und Schoenheit? Gibt es da wirklich sooo große Unterschiede in der Qualität. Wenn ich die lat. Namen und und das Herkunftsland vergleiche und die stimmen überein, müsste doch auch die Qualität gut sein, oder?
Dann möchte noch meine Schwester begleitend zu ihrer Therapie äth. Ölen benutzen. (Bad, Raumduft, Massageöl). Da dies über einen längeren Zeitraum erfolgen soll, geht das natürlich ganz schön ins Geld und deshalb sind wir unschlüssig, welche äth. Öle wir von welcher Firma beziehen sollen. Es muß doch nicht immer das günstigere auch das schlechteste sein, oder?  Was habt ihr da für eine Meinung oder vielleicht Erfahrung? Wie ist das mit Bergamotte, Lavendel und Orange, passen die gut zusammen?
Außerdem möchte sie innerlich "Schwarzkümmelöl" nehmen. Das soll ja sehr gut fürs Immunsystem sein. Auf welche Kriterien muß ich da schaun? kBA, nativ ????
Tja, ist mal ein ganz anderes Thema, hoffe das stört hier nicht und ihr könnt mir ein paar Tips geben.
Bei sooo viel Anbietern kommt man ganz schön in die Zwickmühle, welche man nun nehmen soll.
Also dann, schönen Abend noch.
Lydia



Meine Schwester möchte jetzt für ihre Therapie mit äth. Ölen arbeiten (Bad, Massage und Raumduft).
Hallo Lydia,

die Qualität der ätherischen Öle ist ein absolut heikles Thema.

Folgende Angaben sollten sich auf dem Etikett finden:

Den deutschen und botanischen Namen der Pflanze (der Fallstrick ist hier, dass meist richtig deklarliert wird, aber meist dennoch ein anderes Öl in der Flasche ist. Beispiel Melisse indicum -  hier wird versucht ein Öl als Melisse zu verkaufen, aber der botanische Name verweist hier auf Cymbopogon nardus (Citronellagras), mit welchem Melissenöl oft verfälscht oder gestreckt wird. Ebenso Amyris balsamifera wird oft als Sandelholzöl verkauft).

Das Ursprungsland, in welchem Teil der Erde das Öl gewonnen wurde-

Der Pflanzenteil, der verwendet wurde (Wurzel-, Blatt-, Blütenöl), ebenso ganz wichtig
der Chemotyp der Pflanze. Hier wird meist beim Thymianöl geschlampt, aber gerade hier ist es ganz wichtig zu unterscheiden. Man unterscheidet vier verschiedene Thymian-Chemotypen (gibt zwar noch mehr, aber meist sind die wichtigsten vier im Handel), die alle eine ganz andere chemische Zusammensetzung haben. Vor allem zwischen den einzelnen Pflanzenteilen und Chemotypen sind ganz verschiedene chemische Inhaltsstoffe im Öl.

Gewinnungsverfahren des ätherischen Öles (Wasserdampf-Destillation, Extraktion, Kaltpressung). Bei Extraktion sollte die Angabe des verwendeten chemischen Lösungsmittel dabei stehen und noch der Hinweis sein, ob das Produkt rückstandskontrolliert ist.

Ebenso bei zähflüssigen ätherischen Ölen wie Honig, Vanille, Mimose, Tonka oder Benzoe Siam, die Art des Verdünnungsmittels (Weingeist, Alkohol oder Jojobaöl) und das Mischungsverhältnis in Prozent. Aber auch bei ätherischen Ölen, die mit anderen Ölen vermischt sind (Co-Destillation, wie bei der Wiesenkönigin). Auch bei teuren Düften, die mit ähnlich preiswerteren Ölen vermischt sind (Rose mit Palmarosa, Melisse mit Citronella - das ist die Melisse 30 % bei Primavera, wird bei anderen Händlern oft nicht richtig deklariert) muss das Mischungsverhältnis erkenntlich sein.

Die Bezeichnungen konventionell, Wildsammlung oder kbA lassen Rückschlüsse auf die Pflanze vor der Destillation zu. Beim konventionellen Anbau werden chemische Düngeschutzmittel und Pflanzenschutzmittel ausgebracht, die sich auch im ätherischen Öl finden lassen. Bei der Wildsammlung werden Pflanzen gesammelt. Sie ergeben in Duft und Wirkung ein kräftigeres Öl und haben meist eine hervorragende Qualität.

Und naturgemäß gibt es immer wieder Lieferengpässe bei ätherischen Ölen. So ist im Handel meist nur eine Jahresernte im Verkauf. Wenn also eine Firma ein bestimmtes Öl nicht liefern kann, weil ausverkauft, ist das zwar ärgerlich, aber auch ein gutes Zeichen. Da manche Firmen ihre leeren Läger durch Aufkäufe von beliebigen Großhändlern füllen, auch wenn diese Öle dann von schlechter Qualität oder gestreckt sind.

Manche chemischen Analysen, die aufgrund der Gaschromatographie (analytisches Verfahren zur Trennung und Bestimmung von verdampfbaren Stoffgemischen) erstellt wurden, sind auch nicht immer genau. Da wenn z.B. beim Lavendelöl ein synthetisches Linalyacetat zugegeben wurde, dies hier nicht erkannt wird. Das neueste auf diesem Gebiet ist die Kristallanalyse, die hier schnell und sicher künstliche Verschnitte aufzeigt.

Außerdem brauchst Du von einem sehr guten Öl, immer nur wenige Tropfen und so halten sich die Fläschchen auch sehr lange. Zu Aromatherapiezwecken (also zur Unterstützung von medizinischen Krankheiten) ist eine absolut reine Qualität wichtig. Hier sollten keine Kompromisse gemacht werden, weil bei einem verschnittenen oder halbsynthetischen ätherischen Öl, es nicht nur, wie bei einer Überdosierung zu Nebenwirkungen kommen kann oder sondern gerade bei verschnittenen Ölen, die Wirkweise eine ganz andere ist.

In Krankenhäusern, die mit ätherischen Ölen arbeiten, haben meist ihrem Apotheker mächtig Dampf gemacht, um an eine gute Qualität zu kommen und nicht irgendein DAB-Öl oder sonstwas. Gerade wenn bei Krankheiten ätherische Öle auf die Haut oder Verletzung aufgetragen werden, muss es ein reines Öl sein. Eine synthetische oder verschnittene Lavendelöl auf eine Verbrennung gegeben, verstärkt den Schmerz und kann die Haut weiter verätzen, statt heilen. So einfach muss man das mal sehen. Es gibt Mischungen mit ätherischen Ölen bei denen haben schwangere Frauen ihr Kind verloren, andere Menschen haben bei anderen Krankheiten durch ätherische Öle andere Schäden erlitten. Es ist nicht so, dass natürliche Pflanzen immer nur Gutes tun, bei falscher Auswahl oder falscher Dosierung oder schlechter Qualität kann es auch z.Teil gravierende Nebenwirkungen geben. Bei kosmetischen Gründen ist das einfach die Sache des Betrachters und Glaubens, was ich mir antue, aber zur medizinischen Unterstützung ist es fahrlässig, hier Kompromisse einzugehen.

Gerade auch bei der Unterstützung über einen längeren Zeitraum, mach Dir bewusst, dass die ätherischen Öle im Blutkreislauf bereits nach 10 Minuten nach Auftragen auf die Haut im Blut nachweisbar sind. Und über das Blut im ganzen Körper zirkulieren und die inneren Organe erreichen.

Schwarzkümmelöl (also das fette Öl, nicht das ätherische Öl) kann innerlich gegeben werden. Die Bezeichnung kbA heißt, dass die Pflanze aus kontrolliert-biologischem Anbau stammt, nativ - wichtig: Das Öl wurde nicht raffiniert. Die Bezeichnung kbA bedeutet nicht automatisch, dass das Öl auch nicht raffiniert wurde. Die meisten Hersteller raffinieren ihre Öle, um dadurch eine längere Haltbarkeit zu erreichen. Durch den Raffinationsprozess werden viele wichtige Inhaltsstoffe vernichtet und mitunter synthetisch hinterher wieder zugegeben. Nativ bedeutet, das Öl ist kaltgepresst und nicht raffiniert. Dadurch ist es eben nur begrenzt haltbar, hat aber noch alle Inhaltsstoffe. Ebenso ist es auch vom Preis wieder teurer, da die Ölausbeute eben nicht hoch ist. Meist werden die Pflanzen mit chemischen Lösungsmitteln zerkleinert und vermischt, da man hier eine wesentlich höhere Ölausbeute hat, das Ergebnis ist ungeniessbar und muss allein dadurch raffiniert werden, um die schädlichen Bestandteile des Öles wieder herauszulösen.

Bergamotte, Lavendel und Orange kann man schon zusammentun, kommt natürlich auch darauf an, für was.

für einen Raum von 18 qm in der Duftlampe reichen 5 Tropfen ätherisches Öl aus
10 Tropfen in 50 ml Basisöl sind ebenso ausreichend
5 - 7 Tropfen ätherisches Öl in ein Vollbad reichen auch aus. Ich emulgiere die Öle immer in einen 1/2 Becher Sahne und gebe sie dann ins Badewasser. Sahne, wie auch andere Fette stellen natürliche Emulgatoren dar und so kann man auch hier auf Chemie verzichten.

Viele liebe Grüße

Gabriela



DAB-Qualität 10.02.2002 (12:21 Uhr) Andi
Liebe Gabriela,

wieder mal ein interessanter Beitrag!

Kannst Du mir auch nochmal genau erklären, was das Problem an der DAB-Qualität ist?
Als ich mit unserem Apotheker sprach, meinte er, von wegen, das wäre eine geprüfte Qualität, die bestimmte Vorgaben genau einhalten muss. Er befindet DAB mit als beste Qualität.
Kannst Du mir ein paar gute Argumente liefern, denn ich hatte bei Dir schon immer das Gefühl, dass DAB-Qualität von Dir nicht so bevorzugt wird.
Da ich eben nicht die genauen Gründe weiß, diskutiere ich dann natürlich auch nicht mit ihm über das Thema...

Ach und noch was:
Kann man statt Sahne nicht auch Vollmilch zum Baden nehmen??
Milch emulgiert doch auch so ähnlich?

Liebe Grüße und bis bald

Andi

Re: DAB-Qualität 10.02.2002 (18:48 Uhr) Davana
Hallo Andi,

DAB-Qualität heißt nichts anderes, als nach den Richtlinien des Deutschen Arzneimittelbuches. Dieses schreibt eine bestimmte und vor allem gleichbleibende Menge an den Inhaltsstoffen vor.

Daraus muss man nun den Schluss ziehen, dass ein äth. Öl nach DAB mit Sicherheit "gepanscht" ist. Denn bei den Pflanzen schwanken durch ihre Natürlichkeit die Inhaltsstoffe. Das hängt u.a. vom Klima des jeweiligen Jahres ab und auch vom Anbaugebiet.

Das Deutsche Arzneimittelbuch verlangt also, dass die Öle entsprechend "nachgebessert" werden. Sag selbst - ist das noch gute Qualität? Nein, das ist nichts anderes als ein bestimmter Standard.

Gabriela kann dazu bestimmt noch genauer Auskunft geben.

Zu deiner zweiten Frage: du kannst die äth. Öle für dein Vollbad auch in Milch, Honig oder Heilerde emulgieren. Honig ist da sehr gut, macht eine schöne zarte Haut.

Viele Grüße

Davana
Re: DAB-Qualität 10.02.2002 (20:42 Uhr) Andi
> Hallo Andi,

Hallo Davana,

vielen Dank für Deine ausführliche Antwort.
So stehts in etwa auch im Aromabuch v. I.Stadelmann.
Nur wenn ich das meinem Apotheker so erzähle, hab ich keine Chance....
Ich verstehe aber schon das Prinzip. Was nicht nützt, schadet auch nicht??!
Nihil nocere.....
Aber es wird wirklich mal Zeit für einige Reformen im Bereich Naturheilmittel.



>
> DAB-Qualität heißt nichts anderes, als nach den
> Richtlinien des Deutschen Arzneimittelbuches. Dieses
> schreibt eine bestimmte und vor allem gleichbleibende
> Menge an den Inhaltsstoffen vor.
>
> Daraus muss man nun den Schluss ziehen, dass ein äth. Öl
> nach DAB mit Sicherheit "gepanscht" ist. Denn bei den
> Pflanzen schwanken durch ihre Natürlichkeit die
> Inhaltsstoffe. Das hängt u.a. vom Klima des jeweiligen
> Jahres ab und auch vom Anbaugebiet.
>
> Das Deutsche Arzneimittelbuch verlangt also, dass die Öle
> entsprechend "nachgebessert" werden. Sag selbst - ist das
> noch gute Qualität? Nein, das ist nichts anderes als ein
> bestimmter Standard.
>
> Gabriela kann dazu bestimmt noch genauer Auskunft geben.
>
> Zu deiner zweiten Frage: du kannst die äth. Öle für dein
> Vollbad auch in Milch, Honig oder Heilerde emulgieren.
> Honig ist da sehr gut, macht eine schöne zarte Haut.
>
> Viele Grüße
>
> Davana

Auch viele Grüße
Andi
Re: DAB-Qualität 11.02.2002 (09:59 Uhr) Gabriela
Hallo Andi,

Davana hat mit ihrer Antwort ganz Recht. DAB-Qualität bedeutet, dass für ein ätherisches Öl die chemischen Inhaltsstoffe genau definiert sind. Ist bei einem natürlichen Öl, der eine Inhaltsstoff mit 2 Prozent zuviel drin, wird er rausgenommen, ist ein anderer Inhaltsstoff mit 4 Prozent zuwenig drin, wird nachgeholfen. Wenn es möglich ist, versucht man einen ähnlichen Inhaltsstoff aus einem anderen Öl zu nehmen, dann hab ich eben ein verpanschtes Öl oder es wird synthetisch nachgeholfen. Übrig bleibt ein minderwertiges ätherisches Öl, das vor allem für Therapiezwecke nicht mehr geeignet ist. Eben deswegen haben viele Krankenhäuser ja auch Druck auf die Apotheker ausgeübt, um an eine hervorragende Qualität zu kommen. Das sehen die Apotheker zwar mitunter anders, ist aber so. Man hat halt einfach die Zusammensetzung von chemischen Medikamenten auf natürliche Stoffe übertragen. Aber da das Zusammenspiel der unzähligen Inhaltsstoffe der ätherischen Öle noch immer im Dunklen liegt und noch immer nicht alle Inhaltsstoffe eines ätherischen Öles identifiziert sind, kann man eben noch kein ätherisches Öl synthetisch nachbauen, was wirkt. Vom Dufteindruck ja, aber nicht von der Wirkweise. Hier habe ich dasselbe Prinzip, wie bei den künstlichen Lebensmittelaromen, wenn ich einen Erdbeerjoghurt esse, habe ich zwar den Erdbeergeschmack, aber ich weiß, der ist künstlich und der hilft mir auch nicht, dafür werden ja wieder nachträglich Vitamine zugesetzt. Während frische Erdbeeren ja nicht nur ein wunderbarer Genuss, sondern eben auch gesund sind. Und mit einem ätherischen Öl ist es genau das Gleiche, das synthetische duftet, aber wirkt nicht, da es synthetisch ist, je nach dem aus welchem chemischen Gemisch es besteht, kann es beim Auftragen auf die Haut über eine Creme auch schädlich sein. Das ist halt beim natürlichen Produkt nicht der Fall (es sei denn, das Öl wurde falsch dosiert oder ausgewählt). Und da sind wir wieder beim Preis. Der Biojoghurt kostet eben auch mehr, wie der aus künstlichen Aromen. Es ist halt immer dasselbe.

Viele Grüße

Gabriela


äth. Öle 11.02.2002 (18:16 Uhr) Lydia
Hi Gabriela, Andi und Davana,
erstmals vielen Dank für eure Mitteilung.
Interessant und auch traurig, dass man gerade von den Apotheken kein gutes Öl bekommen kann. Gerade hier müsste doch auf 100%ig gute Qualität geachtet werden!!!! Ist die Wirkung der äth. Ölen  von kbA-Qualität zu konv.-Qualität egal, oder sollte man generell zu kbA-Qualität greifen?
Tja, meine Fragen werden einfach nicht weniger*g*. Aber das Thema "äth. Öle " ist ganz schön heikel.
Schönen Abend noch und hellau!!! Ich gehe jetzt zum Sportlerball - hellau!!
Gruß Lydia
kBA oder konventionell? 12.02.2002 (15:36 Uhr) Gabriela
Hallo Lydia,

hoffentlich hast Du fleißig gefeiert und bist nicht zu sehr verkatert.

Ich  (ich kann jetzt nur für mich reden) greife immer zur kbA-Ware, sofern es sie gibt. Es gibt ja nicht von jedem ätherischen Öl eine kbA-Qualität. Bei kbA weiß ich, dass die Pflanze nicht mit Insektiziden-, Pestiziden- und chemischen Düngemitteln belastet ist. Weiterhin wird mit der Natur gearbeitet, d.h. die Wildkräuter (Unkraut ist ein so unschönes Wort) werden meist von Hand in Schach gehalten. Der Demeter-Anbau geht hier noch weiter. Da hier noch die Fruchtfolge und der Boden gezielt mit natürlichen Mitteln gefördert werden. Diese Arbeiten stellen meist Handarbeit dar und ist vom Preis natürlich teurer.

Bei der konventionellen Ware wird mit Pestiziden-, Insektiziden- und chemischen Düngemitteln gearbeitet und diese Mittel können sich im ätherischen Öl wiederfinden. Oft sind hier gerade die Zitrusöle besonders belastet, da das ätherische Öl direkt aus der Fruchtschale gewonnen wird. Auch ist zu Bedenken, aus welchem Land die Pflanze kommt, da es für die unterschiedlichen Länder unterschiedliche Richtlinien über den Gebrauch der Chemie gibt. So werden nach wie vor noch Spritzmittel verwendet, die bei uns längst aus gesundheitlichen Gründen verboten sind. Da die ätherischen Öle nicht unter medizinischen Grundsätzen gewonnen werden, sondern "zur Wohnraumbeduftung" werden die konventionellen Qualitäten oft auch nicht rückstandskontrolliert.  Die Gewinnung der ätherischen Öle erfolgt meist direkt nach der Ernte und oft wird auch direkt mit fahrbaren Destillen am Feld destilliert.

Viele liebe Grüße

Gabriela
Re: Qualität der Öle 12.02.2002 (16:42 Uhr) ApoTipp
> >
> Liebe Diskussionsteilnehmer,


leider habt ihr mit Euren Apothekern schlehcte Erfahrungen gemacht, aber so kann ich das nicht stehen lassen, denn die Apotheker, die sich mit Ätherischen Ölen und der Aromatherapie befassen, z.T. selbst ausgebildete Aromaexperten und Aromatherapeuten sind, wissen wohl um die Qualitätsunterschiede und die Wichtigkeit der Verwendung von KbA - Qualitäten bei der theraspeuitschen Anwendung ätherischer Öle.
Bitte also keine Verallgemeinerungen .Es gibt viele gute Beispiele!!!   Viele Grüße M.
Re: Qualität der Öle 12.02.2002 (17:39 Uhr) Davana
Hallo,

danke für den Hinweis. Wäre fein, wenn du auch einige der guten Bespiele aufzeigen könntest. Wir sind für jeden guten Rat dankbar und wollen unsere Probleme lösen und nicht ins unendliche Diskutieren.

Vielen Dank

Gruß

Davana
Apotheken 12.02.2002 (21:03 Uhr) Andi
Hallo Margit,

man soll wirklich nicht immer verallgemeinern.

Auch kann ich die Apotheker verstehen, denn sie sind mit der DAB-Qualität auf der sicheren Seite, ohne große Prüfungen zu durchlaufen. Mir schon klar.

Aber wie auch sonst immer im Leben, sollte auch hier das Übel an der Wurzel gepackt werden.
Wenn sich viele Apotheker für eine Reformierung des DAB bezüglich natürlicher Substanzen stark machen, könnte man den ganzen Unklarheiten den Garaus machen.

Also, wenn Du die Möglichkeit hast, oder gar Apothekerin bist, die vorbildlich die Nutzen dieser Verfahren beweist, solltest Du versuchen, möglichst viele Freunde und Kollegen für Deine Philosophie zu gewinnen. Denn wenn die Menschen informiert sind, können sie auch Ihren Konsum dahingehend steuern, dass den natürlichen Behandlungsmethoden dann einfach mehr Beachtung geschenkt werden MUSS.

Viele Grüße
Andi
Re: Qualität der Öle 13.02.2002 (09:41 Uhr) Gabriela
Hallo Margit,

sicher Ausnahmen gibt es immer, aber doch nicht so häufig. Und die Apotheker, die zusätzlich noch eine Ausbildung zum Aromaexperten/Aromakologen haben, auch der Apotheker darf sich nicht Aromatherapeut nennen (darf nur der Arzt oder Heilpraktiker), gibt es auch nicht so viele. In meinen Ausbildungsseminaren waren auch keine dabei. Dafür gab es viel Gestöhne des Pflegepersonals über die Art und Weise mancher Apotheker, die eben an die Krankenhäuser liefern.

Aus diesem Grund führen ja manche Apotheken teilweise auch andere Firmen mit ätherischen Ölen. Hat Eure Apotheke Personal mit einer zusätzlichen Ausbildung zum Aromaexperten oder wurde das Personal von Taomed geschult?

Viele Grüße

Gabriela
Danke Gabriela, werde in Zukunft darauf achten. Lydia [ohne Text] 12.02.2002 (21:54 Uhr) Unbekannt
>
Die tropfpipetten müssen extra ölfest sein, also in der Apotheke danach fragen, wo man sie für ölige Ohrentropfen z.B. benötigt.

Die Primavera : Öle sind rel. teuer. Gleiche Qualität sind die Taomed - Öle, die man sich in gut sortierten Apotheken auch abfüllen lassen kann ( aus größeren Flaschen )und dann
sind sie günstiger.

Schau mal unter aromen.de ( MoritzApotheke, Nürnberg )
Die versenden auch und geben bei Ausfüllung der Kundenkarte 3 % Rabatt !

Grüße margit
Re: Tropfeinsätze für äth. Öleflaschen 15.02.2002 (08:44 Uhr) Davana
Hallo Margit,

danke für den Tipp. Hast du dort schon mal eingekauft? Ich weiß nicht, wie ich die Qualität bewerten soll. Die bieten ein Rosenöl 10 ml für 10,17 EUR an. Das kann doch unmöglich reines Rosenöl sein. Es ist auch nichts vermerkt, um welche Qualität es sich dabei handelt. Keine botanische Bezeichnung, kein Herkunftsland usw.

Gruß
Davana

Dies ist ein Beitrag aus dem Forum "Hobbythek Forum". Die Überschrift des Forums ist "Erfahrung, Fragen und Tipps zur Hobbythek".
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