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 Erfahrung, Fragen und Tipps zur Hobbythek
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Abfängerin bittet um Hilfe 12.06.2003 (11:12 Uhr) Moni
Hallo Leute,
voab möchte ich erstmal sagen, dass mir diese Forum unheimlich gut gefällt und ich beim Lesen Eurer Beiträge schon eine Menge Informationen und Tipps bekommen habe.

Ich habe Anfang des Jahres angefangen meine Cremes selbst zu rühren, nachdem ich ca. 1,5 Jahre meine Kosmetikerin und diverse Hautärzte zum Verzweifeln gebracht habe. Ich habe keine direkte Allergie (außer Chrom/Nickel), trotzdem kann ich jede Creme, egal ob teuer, ganz teuer oder billig, nur 3-4 Monate benutzen, dann fängt mein Gesicht an zu blühen.

Also, selbst ist die Frau und nun weiß ich wenigstens, was ich mir auf die Haut schmiere (hoffe ich wenigstens).
Ich habe bisher ganz gute Erfahrungen gemacht, aber natürlich trotzdem einige Fragen:

Ich habe eine fette Mischhaut und mir bisher leichte Cremes aus dem Hobbythek Spezial Buch hergestellt. Die haben gut funktioniert, nur hat sich immer nach einiger Zeit Wasser abgesetzt. Ich bin den Tipps aus dem Forum gefolgt und habe ein wenig Guarmehl genommen. Seit dem hat sich kein Wasser mehr abgesetzt, aber die Creme "schliert" beim auftragen. Sie läßt sich trotztdem gut verreiben und die Haut fühlt sich gut an, aber ist das immer so wenn man Guarmehl benutzt?

In meiner Familie gibt es einige Leute mit Hautprobleme, speziell extrem trockene Haut. Für meine Schwester habe ich folgende Creme gerührt:

7 gr      Emulsan  
2 gr      Bienenwachs
1 gr      Fluidletcithin

17 ml     Avocadoöl
3 ml     Nachtkerzenöl

30 ml     dest. Wasser
3 gr     Natriumclorid
5 gr     Harnstoff
3 ml     D-Panthenol
20 T      Vitamin e-Fluid
15 T      Paraben-K

3 T       Rosenholz
2 T       Patchouli
4 T       Orange
2 T       Ylang Ylang
3 T       Bergamotte

Ist gut gelungen und hatte auch die gewünschte Konsistenz (sollte einen Film auf der Haut hinterlassen). Ich habe die Creme bei mir 2 Tage im Kühlschrank gehabt und sie hat sich nicht verändert. Bei meiner Schwester steht sie im Badezimmer und hat schon nach einem Tag ein gelbes Flüssigkeit abgesondert (Orange ? ),
Re: Abfängerin bittet um Hilfe 12.06.2003 (11:27 Uhr) Unbekannt
Fortsetzung (sorry, bin 'abgerutscht' :-)

Ist gut gelungen und hatte auch die gewünschte Konsistenz
(sollte einen Film auf der Haut hinterlassen). Ich habe
die Creme bei mir 2 Tage im Kühlschrank gehabt und sie
hat sich nicht verändert. Bei meiner Schwester steht sie
im Badezimmer und hat schon nach einem Tag ein gelbes
Öl abgesondert (Orange ? ), man kann es unterrühren und
alles ist wieder in Ornung. Meine Frage: habe ich zu viele
Salze benutzt, oder zu viele äth. Öle, oder zu wenig
Emulsan II oder ist es evtl. die Temperatur?

Für die Cremes und Bodymilch meiner Familie benutze ich
viel Harnstoff und habe sehr,sehr gute Erfahrungen
gemacht. Mich wundern aber die Preisunterschiede. Bei
Omikron-Online kosten 250 gr. lt Preisliste nur wenig
mehr als 30 gr. bei anderen Anbietern. Gibt es da
Unterschiede ?

Ich freue mich auf Eure Antworten

    Moni

Re: Abfängerin bittet um Hilfe 12.06.2003 (13:01 Uhr) Gitta
Hallo Moni,

es kann schon sein, dass in der Creme zu viele Salze sind. Versuche das nächste Mal ohne Natrium Chlorid (Kochsalz). Die Harnstoffmenge ist o.k.

Statt Bienenwachs kannst du auch Lanolin nehmen. Das verbindet sich besser mit den Salzen (auch Harnstoff). Das Lecithin dürfte fast überflüssig sein.

Vitamin-E-Fluid macht in einer Emulsion keinen Sinn. Denn die kleinen Tröpfchen in der Spezialemulsion der Fluids, die die Hornschranke der Haut schnell durchdringen, lagern sich an den größeren Tröpfchen der normalen Emulsion an und verbinden sich somit zu größeren Tröpfchen. Das hebt die Wirkung der Fluids auf. Nehme statt dessen Vitamin E Acetat.

Das "Schlieren" deiner Creme kann möglicherweise an Guarmehl liegen. Ich habe damit allerdings keine Probleme. Du darfst nur eine ganz kleine Menge nehmen. So eine Msp. in der Fettphase verteilt, bevor du das Wasser dazu gibst. Welchen Emulgator hast du bei der Creme mit Guar verwendet? Du kannst natürlich auch Alginat oder Haarguar nehmen. Oder, falls du es im Haus hast, auch Johannisbrotkernmehl. Das sind alles Polysaccharide, die in Wasser eine Gelstruktur bilden (also verdickend wirken und Wasser binden). Von Xanthan rate ich ab. Der hat so was "Schleimiges". Es ist unangenehm in einer Emulsion.

Vielleicht hilft's ein bisschen weiter.

Liebe Grüße
Gitta
Re: Abfängerin bittet um Hilfe 12.06.2003 (15:14 Uhr) Moni
> Hallo Moni,

Hallo Gitta,
vielen Dank für Deine schnelle Antwort.

>
> es kann schon sein, dass in der Creme zu viele Salze
> sind. Versuche das nächste Mal ohne Natrium Chlorid
> (Kochsalz). Die Harnstoffmenge ist o.k.

Bisher habe ich alles ohne Natrium Clorid gemacht und nie Probleme gehabt. By the way....in der Apotheke hat das Zeug richtig Geld gekostet, kann man wirklich auch normales Salz nehmen ?

>
> Statt Bienenwachs kannst du auch Lanolin nehmen. Das
> verbindet sich besser mit den Salzen (auch Harnstoff).
> Das Lecithin dürfte fast überflüssig sein.

Mein Schwesterherz möchte das Gefühl haben, dass das Fett auf der Haut bleibt (sie hat eine extrem trockene Haut) und nicht sofort einzieht. Da habe ich an Handcreme gedacht, die in meinen Rezepten mit Bienenwachs ist...
Das Letcithin habe ich benutzt, damit es nicht so hart wie eine Handcreme ist. Hatte ich mir wenigstens gedacht. Und die Konsistenz ist wirklich schön.
Lanolin habe ich leider nicht.

>
> Vitamin-E-Fluid macht in einer Emulsion keinen Sinn. Denn
> die kleinen Tröpfchen in der Spezialemulsion der Fluids,
> die die Hornschranke der Haut schnell durchdringen,
> lagern sich an den größeren Tröpfchen der normalen
> Emulsion an und verbinden sich somit zu größeren
> Tröpfchen. Das hebt die Wirkung der Fluids auf. Nehme
> statt dessen Vitamin E Acetat.
Den Unterschied habe ich aus Euren Beiträgen im Forum schon entnommen, hatte aber kein Vitamin E Acetat da. Als Alternative habe ich das Fluid genommen. Du meinst, das bringt also nichts ?
>
> Das "Schlieren" deiner Creme kann möglicherweise an
> Guarmehl liegen. Ich habe damit allerdings keine
> Probleme. Du darfst nur eine ganz kleine Menge nehmen. So
> eine Msp. in der Fettphase verteilt, bevor du das Wasser
> dazu gibst. Welchen Emulgator hast du bei der Creme mit
> Guar verwendet? Du kannst natürlich auch Alginat oder
> Haarguar nehmen. Oder, falls du es im Haus hast, auch
> Johannisbrotkernmehl. Das sind alles Polysaccharide, die
> in Wasser eine Gelstruktur bilden (also verdickend wirken
> und Wasser binden). Von Xanthan rate ich ab. Der hat so
> was "Schleimiges". Es ist unangenehm in einer Emulsion.

Die Cremes waren mit Tegomuls und Sheabutter, bzw. Tegomuls und Bienenwachs. Allerdings war meine Messerspitze wohl eher 2-3 (ich konnte mir nicht vorstellen, dass eine so winzige Menge hilft).
Xanthan habe ich bisher nur im Deo-Roller benutzt, da war es o.k.

>
> Vielleicht hilft's ein bisschen weiter.

Bestimmt, ich muß nämlich heute schon eine neue Fett-Creme machen. Meine Schwester hat nämlich auf die Creme allergisch reagiert, die Augenränder sind rot aufgequollen und jucken.
Ich vermute die äth. Öle oder das Natrium Clorid, alles andere hat sie bisher vertragen.

>
> Liebe Grüße
> Gitta

Liebe Grüße und vielen Dank

Moni
Re: Abfängerin bittet um Hilfe 12.06.2003 (15:47 Uhr) passera
Hallo Moni!
Ich bin keine Super-Expertin, zumal ich ziemlich fettige Haut habe, aber ich habe für eine Bekannte, die "staubtrockene" Haut hat, eine Nachtcreme gerührt, die sie auch tagsüber benutzt und mit der sie sehr gut zurechtkommt. Das Grundrezept stammt aus Cremes & sanfte Seifen: 20 g Tegomuls, 70 g Avocadoöl und 5 g Sheabutter. Von dieser Fettphase 10 g und 20 g Wasser. Diese Creme hat jedenfalls von selbst eine sehr gute Konsistenz, ohne Guar etc. Zu dieser Basis habe ich versch. Zutaten gegeben (nicht alle auf einmal...), u. a. Vit. E-Fluid (wurde im HT-Buch nämlich empfohlen, obwohl Gittas Erklärung absolut plausibel klingt), Aloe Vera 10fach, Sanddornöl, Wasserphase 1/2 Rosenwasser, Cistrose (1 Tr.), Meristemextrakt, D-Panthenol, Allantoin, Calendula-Extrakt.
Für die Wirkstoffe habe ich keine genauen Rezepte, ich habe mich an die Untergrenze der Einsatzkonzentrationen aus Büchern und Internet-Seiten gehalten und nie mehr als 4 o. 5 genommen. Was mir persönlich unheimlich geholfen hat, sind beinahe tägliche Gesichtsdampfbäder gewesen. Da gibt´s bestimmt was für trockene Haut, wenn Du nichts findest, frag mich noch mal.
Wie auch immer, ich würde jedenfalls nicht so extrem viel ausprobieren, vielleicht mal eine schön fette Nachtcreme nur mit Aloe Vera und Calendula. Ich habe bei mir manchmal das Gefühl, die Haut kann sich auf so viele verschiedene Mittel gar nicht gleichzeitig "konzentrieren" und ist im wahrsten Sinne des Wortes "irritiert".
Ach ja: und keine Zitrusöle in Tagescremes (näheres dazu auch auf dem Forum für ätherische Öle). Überhaupt lasse ich mittlerweile die Parfümierung oft ganz weg (Rosenwasser, Öle, Meristem-Extrakt, solche Sachen riechen oft lecker genug) oder nehme nur 1 Tr. äth. Öl.
Ich hoffe, ich habe Dir damit geholfen und Dich nicht total verwirrt.
Gesichtsdampfbad 12.06.2003 (16:11 Uhr) passera
Hallo Moni!
Ich habe mal nachgeschaut: Fenchel, Lavendel und Weissdorn (gibt´s im Reformhaus für wenig Geld) eignen sich gut bei trockener Haut.
1 Handvoll Kraut, 1 l kochendes Wasser drauf und warten, bis es nur noch warm ist, dann 3 min. lang über die Schüssel beugen und ein Handtuch über den Kopf, damit man wie in einem Zelt sitzt. Bei Lavendel und Fenchel empfiehlt Stefanie Faber außerdem, 1 Tr. des entsprechenden ätherischen Öls ins Wasser zu geben.
Kannst Deine Schwester ja mal testen.
Gruß, Bettina
Re: Gesichtsdampfbad 12.06.2003 (16:13 Uhr) passera
> Hallo Moni!

> Kannst Deine Schwester ja mal testen.

Was für ein Tippfehler!
Ich meinte natürlich: kann Deine Schwester... :-)
Re: Gesichtsdampfbad 12.06.2003 (16:37 Uhr) Moni
Hallo passera,
danke für Deine Anregungen, ich erzähle es meiner Schwester.
Bei der Creme werde ich erstmal auf die bewährten Bestandteile zurückgreifen, eben nur ein bißchen fetter und ohne äth. Öle. Sie hat ja schon eine Körperlotion mit der sie auch prima klar kommt.

Was die Tippfehler angeht liege ich wohl auch ganz gut im Rennen ...  :-)

Liebe Grüße
Moni
Re: Abfängerin bittet um Hilfe 12.06.2003 (16:23 Uhr) Gitta
Hallo Moni,

meines Wissens ist Natrium Chlorid ganz normales Kochsalz. Allerdings schreibst du '...Clorid', vielleicht ist das was anderes. Habe aber nichts weiter gefunden.

Was soll Kochsalz in der Creme und auf der Haut bewirken? Du hast Harnstoff drin. Das ist meiner Meinung, neben der schw...teuren Hyaluronsäure, das beste Mittel, die Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen. Und trockene Haut braucht nicht nur Fett, sondern sie muss ausreichen mit Wasser versorgt werden.

Wenn du Emulsan und Lanolin als Emulgatoren einsetzt, bleibt auf der Haut ein leicht öliger Film. Ich mache schon seit längerem meine Bodylotion, vielmehr meine Beinlotion, mit den beiden Emulgatoren. Mit Sheabutter wird das dann eine ganz tolle Creme. Ich habe an den Beinen sehr trockene Haut, die sich ganz ordentlich abschuppt, wenn ich nicht ausreichend Fett und Feuchtigkeit auftrage.

Das mit den Fluids habe ich einerseits hier aus dem Forum und andererseits habe ich auch in einem Fachbuch über diese speziellen Emulsionen gelesen. Du hast mit dem Vitamin-E-Fluid natürlich auch Vitamin E in deiner Creme. Nur die Aktivität des Fluids ist nicht mehr die gleiche. Dafür sind sie einfach zu teuer.

Ich dachte mir schon, dass die Creme mit Tegomuls ist. Der hat die Eigenschaft beim Auftragen einen weißen Film zu bilden. Dieses Phänomen müsste allerdings nach einigen Tagen nachlassen. Aber da du mit Guar nicht sehr sparsam warst, vermute ich, dass es das Zusammenspiel aus beiden Stoffen ist, das diese Schlieren auf der Haut hinterlässt.

Mal ganz abgesehen von allen 'guten' Rezepten. Wenn deine Schwester allergische Reaktionen zeigt, solltest du mit den Rohstoffen sehr vorsichtig sein und auf keinen Fall zu viel in die Creme rein packen. Diese Reaktionen können von verschiedenen Stoffen ausgelöst werden: z.B. Bienenwachs (bei Pollenallergie), ätherische Öle (oft reagieren auch Pollenallergiker auf äth. Öle) oder sie verträgt das Salz nicht oder einen anderen Stoff. Am besten ganz einfach Cremes mit wenig Zutaten, da findet man am ehesten den 'Auslöser'.

Liebe Grüße
Gitta
Re: Abfängerin bittet um Hilfe 12.06.2003 (16:49 Uhr) Unbekannt
Wenn ich mich als Chemikerin mal einmischen darf... Natriumchlorid ist ganz normales Kochsalz (das vergessene H ist ein Tippfehler), allerdings solltest Du darauf achten, daß Du kein Jodsalz erwischst ;-)). Zum Harnstoff - ich weiß zwar nicht, wieviel der in Deinen Läden so kostet, aber für's Labor bekommt man ein Kilo ReinstHarnstoff für ca 12 Euro... daher ist vermutlich der eine Laden eher ein Wucherladen (je nachdem was es dort kostet)!
Re: Abfängerin bittet um Hilfe 12.06.2003 (17:27 Uhr) Moni
Hallo,

stimmt, war ein Tippfehler.
Also bei den neuen Vertreibern der Spinnradprodukte , oder im dortigen Online-Shop, kosten 30g = 2,80 Euro, im "Kosmetik-Bazar" der gleiche Preis. Bei Omikron-Online gibt es 250g für ca. 3,00 Euro. Das ist für einen Laien schon verwirrend und man fragt sich, ob dies die gleichen Produkte sein können, aber wahrscheinlich hast du mit dem Wucher recht.
Jodsalz 12.06.2003 (20:49 Uhr) Andi
Hallo liebe Chemikerin!

Was hat das mit dem Jod genau auf sich? Ich nehme zwar instinkiv kein od. nur ungerne Jodsalz und mache auch z.B. eine Nasenspülung nicht mit Jodsalz. Nur würde mich interessieren was da genau schlecht dran ist (bin der künstl. Zufuhr von Jod im Allgemeinen skeptisch gegenüber).

Viele Grüße
Andi

Re: Jodsalz 13.06.2003 (08:58 Uhr) Unbekannt
Hallo Andi!

Am Iod selbst ist nichts schlechtes, man sollte wirklich ab und an Iodsalz verwenden, damit der Schilddrüse genügend Iod zugeführt wird. Das ist ja auch der Grund, daß bei der Tschernobyl-Katastrophe Iodtabletten ausgegeben wurden - damit sich die Schilddrüse das für sie lebensnotwendige Iod nicht aus der Luft holt und einlagert, denn dieses war ja radioaktiv belastet. Mein Beitrag war also in keinem Fall eine Warnung vor Iodsalz, sondern vielmehr eine augenzwinkernde Bemerkung, daß Iodsalz eben nicht nur Natriumchlorid sondern auch Natriumiodid enthält und damit nicht mehr das "reine" Produkt ist, das vermutlich für die Kosmetikherstellung gewünscht wird. Je nachdem wie Deine Ernährung aussieht brauchst Du vielleicht aber auch gar kein Iodsalz - wenn Du zum Beispiel viel Fisch ißt, führst Du das Iod über die Nahrung zu (wenn das für Dich weniger künstlich ist); Fischmuffel wie ich verwenden aber dann doch lieber Iodsalz (vor allem, weil meine Eltern beide Schilddrüsentabletten wegen leichter Überfunktion nehmen müssen - vorbeugen ist nun mal nicht schlecht)!
Re: Jodsalz 13.06.2003 (11:36 Uhr) Andi
Hallo.

Danke für die Erklärung. Ich nehm schon hin und wieder Jod, man kann ja auch nicht ausweichen, weil es in vielen Produkten schon einfach mit drinn ist (Brot, Wurst, fertigem Essen, Gastronomie, Milchprodukte, Desinfektionsmittel).

Es ist nur auch umstritten, ob eine künstliche Jodzufuhr (bei Säuglingen ist das auch nicht gewollt, sonst würde die Muttermilch Jod enthalten)sinnvoll, wirklich so unbedenklich und vor allem unkontrolliert (man weiss ja gar nicht mehr wo es drin ist und wieviel) nützlich ist.
Es scheint nämlich auch kein Gefälle von Nord und Süd zu geben, wie oftmals behauptet wird, denn auch Menschen in Küstenregionen bekommen Kröpfe. Kröpfe können nämlich vielfache Ursache (Hormone, Umweltbelastung, Vitamin-A-Mangel uvm) haben, und eine prophylaktische Gabe dieses Halogens kann in manchen Fällen sogar eher Schaden anrichten. So kann z.B. auch ein Jodkropf entstehen, Schilddrüsenüberfunktion begünstigt werden, vor allem wenn der Körper auf Niedrig-Jod eingestellt ist(Überstimmulierung).
Ich hatte mir zuletzt auch meine Werte vom Arzt (ganz normaler konservativer Schulmediziner) bestimmen lassen, und der meinte, dass ich kein Jod extra brauche. Meine Eltern hatten niemals Jodsalz genommen und bis heute keinen Kropf. Deswegen glaube ich auch, dass man von einem Zuviel und vor allem prophylaktisch, nicht nur davon abhängig werden kann sondern ggf. auch mehr Schaden als Nutzen anrichtet. Deswegen benutze ich wie gesagt seit längerem kein Jodsalz mehr und auch keine flourirten Zahnpastas (mit Flour ist es ein ähnliches Problem (auch Halogen). Viele allopathische Ärzte sind da ganz anderer Meinung und sind vom Nutzen überzeugt, was sicher auch an deren Auffasung über das Wesen der Krankheit an und für sich so entstehen lässt.
Viele Grüße
Andi
Re: Jodsalz 13.06.2003 (11:53 Uhr) Unbekannt
Hallo Andi,

sicher sind Schilddrüsenkrankheiten sehr komplex und man kann manchmal mehr Schaden anrichten, als man gutmachen kann, aber ob man nun Iodsalz nimmt oder nicht (Iod wir übrigens seit 1987 nicht mehr mit J geschrieben) sollte jeder für sich selbst entscheiden. Ich persönlich nehme nur wenig, ab und zu - als Kind habe ich manchmal Iodtabletten bekommen. Die habe ich dann aber irgendwann selbständig abgesetzt und als ich vor ca. 1 Jahr mal die Schilddrüsenwerte kontrollieren ließ, waren die trotzdem ganz normal. Unbedingt nötig scheint es daher nicht immer zu sein (außer es explodiert mal wieder ein Kraftwerk). Was das Fluorid angeht... wo hast Du denn gelesen, daß das das gleiche Problem sein sollte wie Iodid? Fluorid braucht man wirklich für einen einigermaßen gesunden Zahnschmelz (deshalb wird in einigen Ländern sogar das Trinkwasser fluoriert (frag mich aber nicht in welchen... ich glaube in Skandinavien)). Auch für die Knochen ist das Spurenelement Fluorid unerläßlich (siehe auch http://www.novamex.de/nnb/vitaminspur/Spurenelemente/spurfluo.html). Und nur weil es ein Halogen ist, heißt das nicht, daß es das gleiche bewirkt, wie Iod, denn auch Chlor ist ein Halogen und Speisesalz (NaCl) nimmst Du sicherlich ohne jegliche Bedenken.
Re: Jodsalz 13.06.2003 (14:54 Uhr) Zimt
Allerdings weiß man, dass überdosiertes Fluor das Osteoporose Risiko mehrt und daher ist die Trinkwasseranreicherung daher höchst umstritten...

Allerdings wäre mir noch nie eingefallen auf Iodsalz zu verzichten. Ich bin aber ehrlich gesagt auch allopathisch eingstellt...
Ich verwende auch zumindest hin und wieder Zahnpasten mit Flourid, da ich die nicht esse und die enthaltenen Mengen sehr gering sind, habe ich nicht das Gefühl mich zu vergiften *g*

Halogene über einen Kamm zu scheren, ist schon auch ein wenig seltsam. Eben gerade, wenn man dann NaCl ansonsten normal zu sich nimmt und eventuell gar noch viel Geld für irgendein Salz aus dem Himalaya ausgibt...

Mich ärgert es eben nur dann, wenn einer alten Frau wirklich im Reformhaus nur das Teuerste vom Teuersten aufgeschwatzt wird: "Nein, normales Mineralwasser ist schlecht! Nur unser zig Euro Wasser... Oh nein! iodiertes Salz? Da wundert mich, dass sie noch leben, nur unser Himalayasalz zu zig Euro..." Es ist eben eine Sache, wenn sich jemand von sich aus dafür entscheidet, oder ob eine Reformhausverkäuferin mit der Angst einer älteren kranken Frau Geld scheffelt...

das ging jetzt ein bisserl am Thema vorbei *g*
Aber in mancher Reform, hab ich das Gefühl, dass man nur als sehr aufgeklärter, willens- und charakterstarker Mensch sich begeben sollte...
Aber ich finde man sollte wirklich immer beide Seiten (z.B. Schulmedizin - Alternativmedizin) ansehen. Und dann am besten eine Mittelweg suchen...
Re: Jodsalz und Flour 13.06.2003 (22:51 Uhr) Andi
Hallo allerseits,

da habe ich ja ein dickes Thema angezettelt :-))

Ihr habt schon recht, dass es lebenswichtige Substanzen sind, die der Körper braucht.
Mit dem Jod in der Muttermilch habt Ihr natürlich auch recht. Ich hatte das mit dem Flour verwechselt und das ist lt. Dr.F.Graf nur in geringen Spuren in der Muttermilch enthalten (hab nochmal nachgelesen) und er meint, dass man nicht an der Natur vorbei, die Säuglinge mit den Flourtabletten versorgen soll, zumal ja dann mit der Zeit eben die ganzen versteckten Floure in allen möglichen Dingen hinzukommen. Auch empfiehlt er eine gute Mundhygiene und gesunde Ernärung, um Flour (das wirklich sehr wirksam gegen Karies ist) zusätzlich unnötig als Extragabe werden zu lassen.
Übrigens kann ich das mit der Mundhygiene bestätigen. Seit ich mehrmals täglich, meine Zähne mit Salz (Ursalz....)reinige habe ich keine Kariesprobleme mehr.

Ich meinte also nicht, dass man kein Jod od. Flour generell nehmen sollte, sondern um zusätliche Jodtabletten und Flourtabletten insbesondere für Säuglinge und Kinder. Und da ich mich zur Zeit mit dem Jod und co. selbst beschäftigen musste, ist mir eben aufgefallen, dass der Mangel mittlerweile gar nicht so groß sein kann und eine prophylaktische Einnahme der 250µg Jod (nagelt mich bitte nicht auf die korrekte Menge fest...) mir eben irgendwie bedenklich erscheint.
Das mit dem Jodsalz ist sicher auch persönliche Ansichtssache und mit Salz im Allgemeinen bin ich übrigens auch recht vorsichtig. Gerade wenns um Nitritpökelsalz geht, was ja auch viel in Wurst und Co ist.

Die Menge macht eben seit jeher das Gift, es wird auch mittlerweile sehr sorglos mit Vitamin und Mineralpräparaten umgegangen, dass ein bisschen Skepsis und Hinterfragen nicht schaden kann.

Viele Grüße
Andi
Re: Jodsalz 13.06.2003 (12:35 Uhr) Gitti
Hier steht aber, daß jeder (auch Säuglinge) Jod brauchen:
http://www.gesundheit.de/static/themen/erkrankungen/sonstige/schilddruese_iodversorgung.html
außerdem enthält die Muttermilch Jod:
"Das Jod bleibt nicht im Körper Es wird zu ungefähr 80 Prozent mit dem Harn über die Niere und zu ca. 20
Prozent mit dem Stuhl über den Darm wieder ausgeschieden. Während der Stillzeit werden 40 bis 50
Prozent über die Muttermilch abgegeben." (aus http://www.medizinfo.de/endokrinologie/anatomie/schilddruese.htm)
Re: Jodsalz 13.06.2003 (14:56 Uhr) Zimt
Hätte mich ja auch gewundert... Ich sage nur Wachstums und Stoffwechselhormone... Ein Säugling ohne Iod wär echt arm dran...

Außerdem frage ich mich schon, ob man nur durch Meeresgetier die Iodversorgung decken will, in Anbetracht der Umweltgifte gerade in diversen Raubfischen, Muscheln, etc... Ich bin zwar schon für 1-2 mal die Woche Fisch, aber wenn man nicht in der Nähe des Meeres wohnt und Iod aus der Luft gewinnen kann... Naja...
Re: Jodsalz 13.06.2003 (15:18 Uhr) Unbekannt
Tja, das war auch der Grund warum ich Iodsalz verwende... weil ich ein absoluter Fischmuffel bin (obwohl das gesund sein soll - ich denke, daß die Fische hier schon besser genährt sind als die von Miamata und man nicht unbedingt mit Quecksilber- und anderen Vergiftungen rechnen muß). Und einen gewissen Anteil an Iod nimmt man ja auch über die Luft auf. Allerdings kann man mit der Schilddrüse eben auch viel Schindluder treiben, wenn man die falschen Medikamente nimmt... ist alles recht umstritten und ich bin auch kein Arzt, aber ein wenig Vorsorge (und damit eben Iodsalz,...) ist immer ganz gut. Was Osteroporose und Fluorid angeht, so ist meines Wissens nur die Flußsäure selbst wirklich gefährlich, da die die Haut/Gewebe passiert und direkt zu den Knochen gelangt, wo sie dann dem Knochen Ca in Form von CaF entzieht (deshalb muß bei HF-Vergiftung auch sofort behandelt/gespritzt werden). Fluorid im Trinkwasser hat normalerweise einen eher positiven Effekt, wobei natürlich immer auf die Menge geachtet werden muß - "viel hilft viel" stimmt halt nicht immer! Siehe auch http://science.orf.at/science/news/2121
Re: Abfängerin bittet um Hilfe 12.06.2003 (17:15 Uhr) Unbekannt
Hallo Gitta,

sorry, im Eifer des Gefechtes war ich zu schnell beim Schreiben, "Clorid" ist nur ein Tippfehler.

Ich habe das Rezept aus dem Hobbytipp 335 zu Thema Neurodermitis. Hier ist Natrium Chlorid als Wirkstoff angegeben, allerdings ohne nähere Erklärung.

Bisher hat meine Schwester von mir eine Körpermilch (100 ml) bekommen :

- 16 g Emulsan II
- 5 Fluidletcithin Super
- 70 ml Mandelöl                 davon

- 30 g Fettphase
- 75 ml dest. Wasser
- 2 g Meristem-Extrakt
- 10 g Harnstoff
- 3 g D-Panthenol
- 11 t Paraben-K

Die hat sie gut vertragen, nur war sie ihr nicht fettig genug. Ich werde deinem Rat folgen und die Cremebasis mit Emulsan und Sheabutter rühren, vielleicht bekomme ich ja noch Lanolin.
Übrigens ist die Körpermilch inzwischen ein Renner in unserer Familie. Meine Schwiegermutter hat ein ähnliches Beinproblem wie du und ist begeistert. Ich mit meiner Mischhaut vertrage sie ebenfalls. Also ein schöner Allrounder.

Mit dem Guar werde ich in Zukunft vorsichtiger sein.

Vielleicht hat ja noch jemand eine Antwort auf die unterschiedlichen Preise für Harnstoff ??

Liebe Grüße

Moni

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