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 Erfahrung, Fragen und Tipps zur Hobbythek
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Guten Morgen, was kann man denn so als Konservierungsmittel nehmen, was man eventuell "so" im Haus hat? Alkohol? Cognac oder so :-) Eigentlich war in meinem Öl ein wenig zugesetzt - zumindest laut Lieferant - aber nun ist die Creme verschimmelt. Seufz. Nun war sie fast so, wie sie sein sollte ...
Ich schon wieder 06.11.2002 (11:30 Uhr) Juhu
Also, als Kons.mittel war Vitamin E im Öl, und das Vanillin ist in Alkohol. Ich dachte, dies ist auch Konservierung? Oder sollte ich tatsächlich mit schmutzigen Fingern - glaube ich eigentlich nicht. Die Creme ist ca. 10 Tage alt.

Guten Morgen, was kann man denn so als

> Konservierungsmittel nehmen, was man eventuell "so" im
> Haus hat? Alkohol? Cognac oder so :-) Eigentlich war in
> meinem Öl ein wenig zugesetzt - zumindest laut Lieferant
> - aber nun ist die Creme verschimmelt. Seufz. Nun war sie
> fast so, wie sie sein sollte ...
Re: Ich schon wieder 06.11.2002 (12:21 Uhr) Kathrin
Hallo,

Vit. E ist ein Antioxidans, hilft also nur gegen Ranzig-Werden des Öls, aber nicht gegen Verschimmeln der Creme (weil dafür Schimmel-Pilze zuständig sind).

Alkohol kann als Konservierungsmittel benutzt werden, aber kein Schnaps, sondern "reiner" Alk. Andi weiss da mehr zu.

Ansonsten kann man noch mit Parabenen (ParabenK) oder Grapfruikenextrakt konservieren. Manche ätherischen Öle sind auch nützlich, z.B. Teebaumöl (das ist natürlich nichts für eine Creme, die nach Vanille riechen soll)

> Also, als Kons.mittel war Vitamin E im Öl, und das
> Vanillin ist in Alkohol. Ich dachte, dies ist auch

Du hast ja sicher nur ein paar Tropfen Vanillin(ist übrigens keine echte Vanille sondern künstlich!) genommen, das bisschen Alk. reicht nicht zur Konservierung.

> Konservierung? Oder sollte ich tatsächlich mit
> schmutzigen Fingern - glaube ich eigentlich nicht. Die
> Creme ist ca. 10 Tage alt.

Hm...hast Du auch alle Gegenstände/Behälter die zur Herstellung benutzt waren gut desinfiziert? Ich spüle immer alles mit kochendem Wasser aus. Mit schmutzigen Fingern darfst Du natürlich auch nicht in die Creme.
Wenn Du die Creme im Kühlschrank aufbewährst, hält sie auch länger. Oder Du friest sie in kleinen Portionen ein und taust immer die Menge auf, die Du gerade brauchst.

Außerdem kannst Du noch diese "Undugator"-Cremedosen aus der Apotheke verwenden, damit wird das Creme-Entnehmen hygienischer.

Wie hast Du die Creme denn nun gemacht? Je höher der Wasseranteil, umso schneller verdirbt die (unkonservierte) Creme. Beispielsweise sind Lanolincremes mit 40% Wasser monatelang ohne Konservierung haltbar - vorausgesetzt es wurde hygienisch gearbeitet! Außerdem gibt es Stoffe, die Cremes schneller verderben lassen.

Du wollstest doch so eine Bodyshop-Butter herstellen, oder? Die Originale (finde ich ürigens auch ganz toll - sind auch mit sehr guten Inhalststoffen) werden mit Parabenen konserviert.


MfG,
Kathrin
> Guten Morgen, was kann man denn so als
> Konservierungsmittel nehmen, was man eventuell "so" im
> Haus hat? Alkohol? Cognac oder so :-) Eigentlich war in
> meinem Öl ein wenig zugesetzt - zumindest laut Lieferant
> - aber nun ist die Creme verschimmelt. Seufz. Nun war sie
> fast so, wie sie sein sollte ...

Also, gelegentlich muß ich meinen Senf auch dazugeben...Was macht ihr mit euren Cremes eigentlich? Ich rühre seit ca. 7 Jahren Cremes, aber mir ist noch nie eine schimmelig oder ranzig geworden. Allerdings benutze ich auch nur Trägeröle und Sheabutter, (ist ja dann eher eine Salbe)gelegentlich noch Hydrolat und Bienenwachs, aber eher seltener. Ich mag halt gern das pure Fett.Gruß betty
Hallo

> Also, gelegentlich muß ich meinen Senf auch
> dazugeben...Was macht ihr mit euren Cremes eigentlich?
> Ich rühre seit ca. 7 Jahren Cremes, aber mir ist noch nie
> eine schimmelig oder ranzig geworden. Allerdings benutze
> ich auch nur Trägeröle und Sheabutter, (ist ja dann eher
> eine Salbe)gelegentlich noch Hydrolat und Bienenwachs,
> aber eher seltener. Ich mag halt gern das pure Fett.Gruß
> betty

Es ging um die Konservierung von Cremes, also Emulsionen, die immer einen Anteil an Wasser enthalten. Je größer dieser Wasseranteil ist, umso schneller verdibt die Creme (Schimmel, Bakterien). Wenn bestimmte Stoffe (.z.B Eiweiße) verarbeitet werden, verdirbt die Creme noch schneller, da diese Stoffe eine gute Lebensgrundlage für Sporen bieten. Wenn Du also nur Öle/Fette nimmst kann ja gar nichts verderben, denn Schimmel und Bakterien brauchen Wasser zum Leben. Und ranzig werden Öle nur bei Überlagerung, wobei es da auch wieder Unterschiede gibt.

Mir ist nur einmal eine Creme schimmlig geworden, und das lag daran, das sie sehr viel Wasser enthielt und ich sie nicht konserviert hatte. Cremes die wenig Wasser enthalten, brauchen nicht konserviert werden, weil sie auch so relativ lange halten(hab schon was von über einem Jahr gehört, aber bei mir ist immer alles schon viel eher verbraucht) - mir persönlich ist es lieber, alle paar Monate eine kleine Menge frische Creme anzurühren, als gleich den ganzen Jahresverbrauch. Man will ja auch mal Abwechslung. :-)

MfG,
Kathrin
> Hallo
>
> > Also, gelegentlich muß ich meinen Senf auch
> > dazugeben...Was macht ihr mit euren Cremes eigentlich?
> > Ich rühre seit ca. 7 Jahren Cremes, aber mir ist noch nie
> > eine schimmelig oder ranzig geworden. Allerdings benutze
> > ich auch nur Trägeröle und Sheabutter, (ist ja dann eher
> > eine Salbe)gelegentlich noch Hydrolat und Bienenwachs,
> > aber eher seltener. Ich mag halt gern das pure Fett.Gruß
> > betty
>
> Es ging um die Konservierung von Cremes, also Emulsionen,
> die immer einen Anteil an Wasser enthalten. Je größer
> dieser Wasseranteil ist, umso schneller verdibt die Creme
> (Schimmel, Bakterien). Wenn bestimmte Stoffe (.z.B
> Eiweiße) verarbeitet werden, verdirbt die Creme noch
> schneller, da diese Stoffe eine gute Lebensgrundlage für
> Sporen bieten. Wenn Du also nur Öle/Fette nimmst kann ja
> gar nichts verderben, denn Schimmel und Bakterien
> brauchen Wasser zum Leben. Und ranzig werden Öle nur bei
> Überlagerung, wobei es da auch wieder Unterschiede gibt.
>
> Mir ist nur einmal eine Creme schimmlig geworden, und das
> lag daran, das sie sehr viel Wasser enthielt und ich sie
> nicht konserviert hatte. Cremes die wenig Wasser
> enthalten, brauchen nicht konserviert werden, weil sie
> auch so relativ lange halten(hab schon was von über einem
> Jahr gehört, aber bei mir ist immer alles schon viel eher
> verbraucht) - mir persönlich ist es lieber, alle paar
> Monate eine kleine Menge frische Creme anzurühren, als
> gleich den ganzen Jahresverbrauch. Man will ja auch mal
> Abwechslung. :-)
>
> MfG,
> Kathrin

Hallo Kathrin,
mit meinem Beitrag wollte ich eigentlich nur darstellen, daß ich keine Konservierungdsstoffe etc. benötige. Ich hatte weniger um eine Belehrung gebeten. Sorry, aber bin selbst Aromapraktikerin mit eigenem Laden. Auch hast Du mich vielleicht mißverstanden : Ich rühre meine Cremes seit sieben Jahren, nicht aber für sieben Jahre.
Nix für Ungut,
betty
@Betty 06.11.2002 (16:12 Uhr) Kathrin
Hallo Betty,

alles klar! Ich wollte nur mitteilen, warum man in manchen Fällen Konservierung braucht und in anderen nicht.
Wollte dich weder belehren noch dir irgendetwas unterstellen, entschuldige bitte, wenn das so rübergekommen ist. Ich schreibe eben gerne und daher manchmal auch mehr, als eigentlich gefragt wurde. Das mit dem Jahresvorrat usw. hatte ich nicht auf Dich bezogen, sondern nur so allgemein geschrieben.
Also sei bitte nicht sauer auf mich! Wenn mein Schreibstil etwas "Oberlehrerhaft" rüberkommt, tuts mir ehrlich leid! Werde versuche, mich zu bessern.

Frieden? :-)

Liebe Grüße,
Kathrin
Re: @Betty 06.11.2002 (17:11 Uhr) betty
> Hallo Betty,
>
> alles klar! Ich wollte nur mitteilen, warum man in
> manchen Fällen Konservierung braucht und in anderen
> nicht.
> Wollte dich weder belehren noch dir irgendetwas
> unterstellen, entschuldige bitte, wenn das so
> rübergekommen ist. Ich schreibe eben gerne und daher
> manchmal auch mehr, als eigentlich gefragt wurde. Das mit
> dem Jahresvorrat usw. hatte ich nicht auf Dich bezogen,
> sondern nur so allgemein geschrieben.
> Also sei bitte nicht sauer auf mich! Wenn mein
> Schreibstil etwas "Oberlehrerhaft" rüberkommt, tuts mir
> ehrlich leid! Werde versuche, mich zu bessern.
>
> Frieden? :-)
>
> Liebe Grüße,
> Kathrin

Auf jeden Fall Frieden,mische mich hier sonst eigentlich auch nicht ein,lese nur ganz gern mal eure Beiträge. Verstehe nur nicht, warum die meisten hier im Forum alles mit irgendwelchen Konsistenzgebern, Emulgatoren, Konservierungsmitteln...u.s.w. mischen müssen. Creme /Salbe rühren kann so einfach sein!!
Gruß betty
Re: @Betty 06.11.2002 (21:30 Uhr) Andi
>
> Auf jeden Fall Frieden,mische mich hier sonst eigentlich
> auch nicht ein,lese nur ganz gern mal eure Beiträge.
> Verstehe nur nicht, warum die meisten hier im Forum alles
> mit irgendwelchen Konsistenzgebern, Emulgatoren,
> Konservierungsmitteln...u.s.w. mischen müssen. Creme
> /Salbe rühren kann so einfach sein!!
> Gruß betty


Hallo Betty,

da hast Du recht. Ich komme auch immer mehr von der umständlichen Hobbythekrührerei mit den blöden Sonderzutaten, deren Beschaffung mir sehr auf den Nerv geht, und die mir vor allem nicht natürlich genung sind, ab.

Rühre nun meist Faber-orientiert mit eigenen Einflüssen.

Hast Du Lust, mal ein einfaches Salben und/oder Cremerezept von Dir einzustellen?
Hast mich ja neugierig gemacht und ich bin immer am experimentieren (aus experimentierfreude werden wahrscheinlich auch die anderen die, die dir überflüssig erscheinende Zutaten verwenden - denn das macht schon Spass, was man da alles zusammenrühren kann; bei mir ist das eher der Forscherdrang gewesen, weniger nur des Ergebnisses wegen...).
Habe auch schon Cremes ganz ohne Emulgator gerührt, aber ich finde die nach Faber einfach eine perfekte reichhaltige Pflege, die aber auch nicht mit einer Salbe oder purem Öl zu vergleichen sind. Ich verwende die Komponenten aber nach Tagesgefühl, also statt Creme auch mal ein Gesichtsöl.
Den einzigen Emulgator, den ich meist verwende, ist Lanolin.

Viele Grüße
Andi

@Andi wg. Faber Literatur 08.11.2002 (19:27 Uhr) Emilia
> Ich komme auch immer mehr von der
> umständlichen Hobbythekrührerei mit den blöden
> Sonderzutaten, deren Beschaffung mir sehr auf den Nerv
> geht, und die mir vor allem nicht natürlich genung sind,
> ab.

Geht mir genauso. Is ja auch ein Platzprobem! Bei mir jedenfalls

>
> Rühre nun meist Faber-orientiert mit eigenen Einflüssen.

Welche Literatur von Stephanie Faber hast du, nach der Du rührst? und machst Du alle Ölauszüge und Wässerchen selber?


> Habe auch schon Cremes ganz ohne Emulgator gerührt, aber
> ich finde die nach Faber einfach eine perfekte
> reichhaltige Pflege, die aber auch nicht mit einer Salbe
> oder purem Öl zu vergleichen sind. Ich verwende die
> Komponenten aber nach Tagesgefühl, also statt Creme auch
> mal ein Gesichtsöl.
> Den einzigen Emulgator, den ich meist verwende, ist
> Lanolin.
>
> Viele Grüße
> Andi
>

Auch Grüsse von mir

Emilia
Re: @Andi wg. Faber Literatur 08.11.2002 (21:05 Uhr) Andi
> > Ich komme auch immer mehr von der
> > umständlichen Hobbythekrührerei mit den blöden
> > Sonderzutaten, deren Beschaffung mir sehr auf den Nerv
> > geht, und die mir vor allem nicht natürlich genung sind,
> > ab.
>
> Geht mir genauso. Is ja auch ein Platzprobem! Bei mir
> jedenfalls
> >
> > Rühre nun meist Faber-orientiert mit eigenen Einflüssen.
>
> Welche Literatur von Stephanie Faber hast du, nach der Du
> rührst? und machst Du alle Ölauszüge und Wässerchen
> selber?
>
>
> > Habe auch schon Cremes ganz ohne Emulgator gerührt, aber
> > ich finde die nach Faber einfach eine perfekte
> > reichhaltige Pflege, die aber auch nicht mit einer Salbe
> > oder purem Öl zu vergleichen sind. Ich verwende die
> > Komponenten aber nach Tagesgefühl, also statt Creme auch
> > mal ein Gesichtsöl.
> > Den einzigen Emulgator, den ich meist verwende, ist
> > Lanolin.
> >
> > Viele Grüße
> > Andi
> >
>
> Auch Grüsse von mir
>
> Emilia

Hallo Emilia,

Stefanie Faber hat meines Wissens nur zwei Bücher herausgebracht. Das eine heisst Kräuterkosmetik, das andere Naturkosmetik.

Auch habe ich besonderen Spass daren, nicht nur die Öle und Wässerchen anzusetzen, sondern die dafür nötigen Kräuter anzubauen, zu sammeln oder aber im ungünstigsten Fall zu kaufen (hatte heuer keine frische Malve, dafür aber gut Rosen).

Viele Grüße
Andi

Re: @Betty 08.11.2002 (20:45 Uhr) Michaelv
Hallo Andi,

kann mir mal jemand erklären, was an Stefanie Faber so toll sein soll? Nachdem ich von Anfang an laut Hobbythek Kremes und Seifen rühe, habe ich mir nach den Berichten hier im Forum auch mal zwei Bücher von Stefanie Faber zugelegt. Aber mir kommt die Kosmetik nach dieser Art irgendwie vor, als wäre ich in die Steinzeit zurückversetzt. Mit den Rezepten für irgendwelche Wässerchen könnte ich mich ja noch anfreunden. Aber mit Zutaten wie Lanolin (tierisch, evtl. pestizidbelastet, evtl. allergieauslösend) in Kremes oder Schmierseife in Waschlotionen kann ich mich nicht anfreunden.

Und, wie ich hier im Forum lese, der vermeintliche Verzicht auf Konservierungsstoffe ist doch nur dadurch erkauft, dass Salben entweder gar kein Wasser enthalten (damit auch weniger hautpflegend sind) oder Wasser durch Rosenwasser ersetzt wird. Und Rosenwasser ist im Handel (auch in Apotheken!) meist nur synthetisch erhältlich und dann auch mit Paraben oder Natriumbenzoat konserviert. Also von wegen natürliche und unkonservierte Kosmetik!

Zugegeben, bei der Hobbythekkosmetik benötigt man einiges an Sonderzutaten. Aber die bekomme ich allesamt im Versandhandel, ohne den ich bei Stefanie Faber wohl auch kaum auskomme. Entweder erschließt sich mir also der wahre Grund für Faber-Kosmetik nicht oder ist es einfach Fakt, dass es verschiedene Richtungen der Kosmetikrührerei gibt?

Gruß
Michael
Re: @Betty 08.11.2002 (21:24 Uhr) Andi
> Hallo Andi,

Hallo Michael,
>
> kann mir mal jemand erklären, was an Stefanie Faber so
> toll sein soll? Nachdem ich von Anfang an laut Hobbythek
> Kremes und Seifen rühe, habe ich mir nach den Berichten
> hier im Forum auch mal zwei Bücher von Stefanie Faber
> zugelegt. Aber mir kommt die Kosmetik nach dieser Art
> irgendwie vor, als wäre ich in die Steinzeit
> zurückversetzt. Mit den Rezepten für irgendwelche
> Wässerchen könnte ich mich ja noch anfreunden. Aber mit
> Zutaten wie Lanolin (tierisch, evtl. pestizidbelastet,
> evtl. allergieauslösend) in Kremes oder Schmierseife in
> Waschlotionen kann ich mich nicht anfreunden.

Den etwas steinzeitlichen Eindruck hatte ich nach der ersten Lektüre der Bücher auch. Bin übrigens erst durch einen Tipp hier von jemand im Forum (kannst ja mal in der Suchfunktion meine "antiken" Fragen, die so ähnlich waren wie Deine...) bekommen.
Es hat auch etwas gedauert, bis ich sie mal ausprobiert habe, vor allem weil mir die Weleda-Produkte ein Vorbild sind. Die nehmen auch hauptsächlich Lanolin als Emulgator.
Das Seifenshampoo ist wirklich gewöhnungsbedürftig in der Anwendung - aber das Ergebnis der gewaschenen Haare kommt mit nichts anderem da ran. Ehrlich. Die Haare sind ohne Pflegespülung (ausser dem Essig)wunderbar weich und auch die Spitzen brechen mir nicht mehr ab. So einen seidigen Glanz habe ich nicht durch Zugabe von Keratin, Elastin Seidenprotein und wie sie alle heissen erzielt.
Mittlerweile ist es ganz selbstverständlich für mich, die Haare so zu waschen.

Anfangs war ich auch ein großer Lanolin- Skeptiker (kannst ja auch in der Suchfunktion nachlesen, ist schon ein zwei Jahre her), aber das Ergebnis hatte noch keine bestätigung der Vorurteile gehabt. Lanolin gibt es in sehr guter Qualität, wenn auch nicht überall gelich gut. Notfalls eben auch in der Apotheke, und die gibts ja an jeder Ecke. Also brauch ich keinen Versand, wenns mal schnell gehen soll.

Ich glaube über Fabers Rezepte kann man nicht diskutieren, die muss man probieren.


>
> Und, wie ich hier im Forum lese, der vermeintliche
> Verzicht auf Konservierungsstoffe ist doch nur dadurch
> erkauft, dass Salben entweder gar kein Wasser enthalten
> (damit auch weniger hautpflegend sind) oder Wasser durch
> Rosenwasser ersetzt wird.

Doch, die meisten Cremes sind mit Wasser. Sie erklärt auch, weshalb zu Wasserhaltige Cremes der Haut eher schaden als nützen. Auch da kann ich Dir nur vom positiven Ergebnis meiner Haut berichten.
Und mit der Konservierung ist es wirklich erstaunlich. Mir ist noch keine schlecht geworden. Jedoch protioniere ich die Rezepte mindestens auf drei Teile und gebe die nicht benutzen in den Kühlschrank. Auch arbeite ich sehr sauber und verwende ein Tubendosensystem. Also keine Finger rein. Doch selbst da passierte nichts, als ich die Dosen noch nicht kannte.
Bei Rosenwasser gibts wie bei allem anderen auch, verschiedene Qualitäten. Spinnrad hatte auch mit Paraben konserviert und es war sicher nicht die erste Qualität.
Nun kaufe ich nur noch von Primavera - und da ist nur etwas Weingeist drinnen.
Rosenwasser kann man auch prima selber mit destilliertem Wasser, ca. 14% Alkohol und ein bis zwei Tropfen echten Rosenöls herstellen.
Du kannst die Hydrolate auch durch destilliertes Wasser ersetzten. Wird auch nicht schneller schlecht.




> Und Rosenwasser ist im Handel
> (auch in Apotheken!) meist nur synthetisch erhältlich und
> dann auch mit Paraben oder Natriumbenzoat konserviert.
> Also von wegen natürliche und unkonservierte Kosmetik!

Da hilft immer nachfragen - oder selber machen.
Ich habe z.B. Rosentinktur gemacht mit Wodka. Da gebe ich einen guten Schuss von ins destilliertes Wasser und es ist finde ich fast noch besser als Hydrolate.



>
> Zugegeben, bei der Hobbythekkosmetik benötigt man einiges
> an Sonderzutaten. Aber die bekomme ich allesamt im
> Versandhandel, ohne den ich bei Stefanie Faber wohl auch
> kaum auskomme.

Wie gesagt, Apotheke, Imker, Öl aus dem Bioladen, Wasser aus der Leitung.
Es ist wirklich besser zu beschaffen.

Auch macht mir das selbermachen soviel Spass, und das kommt da besser zum Zug. Bei der Hobbythek ist man soo von den Halbfertigprodukten abhängig und kommt nicht weiter, wenn eine fehlt, die man gerade braucht. Ich finde wirklich einige ziemlich überflüssig.




> Entweder erschließt sich mir also der
> wahre Grund für Faber-Kosmetik nicht oder ist es einfach
> Fakt, dass es verschiedene Richtungen der
> Kosmetikrührerei gibt?


Ich war Anfangs höchst skeptisch - beinahe wie Du. Aber das Ausprobieren hat mich so überzeugt, dass ich zur Zeit kaum noch was nach Hobbythek rühre. Und ich habe wirklich viel ausprobiert.
Aber jedem das seine. Die HT-Kosmetik kommt halt näher an die Industrie-Ware ran. Das ist schon für mich ein Grund noch unabhängiger zur rühren - bei noch besseren für mich subjektiv empfundenen Ergebnissen.

Hoffe etwas Licht ins Dunkel gebracht zu haben.
Auch will ich niemand zu was überreden.

Liebe Grüße
Andi


>
> Gruß
> Michael
Faber oder Hobbythek oder... 08.11.2002 (21:45 Uhr) Gitta
Hallo Michael,

es gibt sicher verschiedene Arten der Kosmetik. Genauer gesagt sind es drei: die reine Industriekosmetik mit überwiegend synthetischen Stoffen; die reine Naturkosmetik mit wirklichen Rohstoffen aus der Natur, nicht nur von S. Faber sondern auch von Monika Winter und Manfred Neuhold; und dann gibt es noch die Kosmetik nach Hobbythek mit natürlichen und synthetischen Stoffen. Das ist ja auch das Prinzip der Hobbythek, dass sie versucht, die Rohstoffe zwar so natürlich wie möglich zu halten aber wo es nur schwer anders geht, eben auch synthetische Stoffe einzusetzen.

Es ist eben ein Kompromiss zwischen der Industriekosmetik und der Naturkosmetik. Da muss jeder selbst entscheiden, was er machen will. Ob die Cremes so aussehen sollen wie aus dem Laden, oder ob sie auch mal anders sein dürfen.

Ich rühre seit fast 10 Jahren nach Hobbythek. Habe aber auch schon anderes ausprobiert. Z.B. eine Ringenblumencreme nach einem Rezept von Manfred Neuhold. Auch einiges aus dem Buch von Monika Winter habe ich probiert. Bin aber immer wieder bei der Hobbythek-Linie gelandet. Die reinen Naturcremes sind halt schon gewöhnungsbedürftig.

Aber nun muss ich noch eines klarstellen: Für eine Creme nach Hobbythek braucht man nur 5 Stoffe! 1 Pflanzenöl + 1 Emulgator + 1 Wachs + 1 Wasser + 1 Konservierungsstoff. Alles andere ist Beiwerk, dass man nicht unbedingt braucht. Wenn man nämlich die richtigen Öle, Emulgatoren und Wachse auswählt, sind die anderen Stoffe wie Vitamine usw. entbehrlich.

Fazit: Lasse dich nicht unterkriegen und verunsichern. Wir Rührer nach dem Hobbythek-Prinzip werden vermutlich erst dann aussterben, wenn die Rohstoffe dafür nirgens mehr zu beschaffen sind.

Liebe Grüße
Gitta
Nicht verunsichert! 10.11.2002 (15:10 Uhr) Michaelv
Hallo Gitta,

nein, verunsichern lasse ich mich durch Faber-Schwärmerei nicht. Dafür mache ich schon viel zu lange Kremes und Seifen nach Art der Hobbythek und bin davon begeistert. Und, wenn es um die Einfachheit geht, dann kann man wirklich eine Kreme mit sehr wenigen Grundzutaten anrühren bzw. ein einziges Rezept mit Variationen für verschiedene Einsatzgebiete benutzen. Interessant find ich aber doch die unterschiedlichen Antworten auf meine Frage.

Liebe Grüße
Michael
Hobbythek/Faber 09.11.2002 (16:28 Uhr) j_ack
Hallo Michael,


> Hallo Andi,
>
> kann mir mal jemand erklären, was an Stefanie Faber so
> toll sein soll? Nachdem ich von Anfang an laut Hobbythek
> Kremes und Seifen rühe, habe ich mir nach den Berichten
> hier im Forum auch mal zwei Bücher von Stefanie Faber
> zugelegt. Aber mir kommt die Kosmetik nach dieser Art
> irgendwie vor, als wäre ich in die Steinzeit
> zurückversetzt. Mit den Rezepten für irgendwelche
> Wässerchen könnte ich mich ja noch anfreunden. Aber mit
> Zutaten wie Lanolin (tierisch, evtl. pestizidbelastet,
> evtl. allergieauslösend) in Kremes oder Schmierseife in
> Waschlotionen kann ich mich nicht anfreunden.

ich tue mich ebenfalls schwer mit diesen Faber-Rezepten. Dabei sind es noch nicht einmal die Inhaltsstoffe die mich stören, sondern vielmehr die sehr eingeschränkten Möglichkeiten der Faberkosmetik. Das kann man sehr schön am Beispiel von Cremes beobachten. Während ich bei Faber immer nur den Emulsionstyp (wohl eher sogar nur Dispersionstyp) W/O hinbekomme, stehen mir in der Hobbythek alle Emulsionstypen zur Verfügung. Ich persönlich komme mit den immer überfetteten Cremes nach Faber überhaupt nicht klar. Auch ist mir der Anteil an Konsistenzgebern in der Faber-Kosmetik eindeutig zu hoch. Das hinterlässt immer ein unangenemes Hautgefühl.
Es ist im übrigen interessant das der eigentliche Siegeszug der Hobbythekkosmetik mit den Unzulänglichkeiten dieser sogenannten Naturkosmetik in engem Zusammenhang steht. Pütz hat ja irgentwie 10 Jahre bevor das Buch "Cremes und sanfte Seifen" herauskam genau die Form der Kosmetik propagiert, die u.a. auch Faber in ihren Büchern beschreibt. Der eigentliche Quatensprung in der Hobbythekkosmetik war ja das Zugänglichmachen von seinerzeit zwei Emulgatoren (Tegomuls und Lamecreme). Plötzlich war es auch dem Laien möglich stabile echte Emulsionen herzustellen. Bis zu diesem Zeitpunkt hat der Selbstrührer keine Möglichkeit gehabt an diese Emulgatoren ranzukommen. Später sind die Lecithine hinzugekommen....

Das du dich in die Steinzeit zurückversetzt fühlst, wenn du die Faber-Rezepte ließt, damit liegst wahrscheinlich gar nicht mal so falsch. Wäre diese Kosmetik kontinuierlich weiterentwickelt worden, so würden mit Sicherheit auch Emulgatoren (zumindest Lecithin oder Stabilisatoren wie Xanthan, Chitosan, Cellulose...) eine Rolle spielen.

>
> Und, wie ich hier im Forum lese, der vermeintliche
> Verzicht auf Konservierungsstoffe ist doch nur dadurch
> erkauft, dass Salben entweder gar kein Wasser enthalten
> (damit auch weniger hautpflegend sind) oder Wasser durch
> Rosenwasser ersetzt wird. Und Rosenwasser ist im Handel
> (auch in Apotheken!) meist nur synthetisch erhältlich und
> dann auch mit Paraben oder Natriumbenzoat konserviert.
> Also von wegen natürliche und unkonservierte Kosmetik!

Das mit dem Konservierungsmittelfrei halte ich auch für diskussionswürdig. Die etwas bessere mikrobiologische Stabilität liegt nicht an dem Umstand, daß weniger Wasser verwendet wird, sondern daran das es sich um W/O Emulsionstypen/Dispersionstypen handelt. Bei W/O-Typen sind die Wassertröpfchen im Öl verteilt (also von Öl umgeben) und so etwas besser von den Mikroben abgeschirmt (vereinfacht gesprochen). Es ist also der Emulsionstyp (und nicht unbedingt die verwendete Wassermenge) der eine geringfügig bessere mikrobiologische Stabilität erzeugt. Das setzt aber trotzdem sehr sauberes Arbeiten vorraus.
Das mit der geringfügig besseren mikrobiologischen Stabilität relativiert sich aber sehr schnell, wenn man bedenkt wie instabil diese Cremeform bei geringfügig abweichender (aber auch bei korrekter)  Rezeptur wird. Setzt sich z.B. Wasser nach einiger Zeit ab und wird es wieder untergerührt, so ist ein erhebliches Verkeimungsrisiko gegeben.

>
> Zugegeben, bei der Hobbythekkosmetik benötigt man einiges
> an Sonderzutaten. Aber die bekomme ich allesamt im
> Versandhandel, ohne den ich bei Stefanie Faber wohl auch
> kaum auskomme. Entweder erschließt sich mir also der
> wahre Grund für Faber-Kosmetik nicht oder ist es einfach
> Fakt, dass es verschiedene Richtungen der
> Kosmetikrührerei gibt?

Ich denke Faber-Kosmetik ist längst nicht mehr Stand des Wissens/Technik. Alles was Faber macht ist auch mit reinen Hobbythektzutaten herstellbar, nur in besserer Qualität/Stabilität. Bei den Wirkstoffen muß man ja nicht alles mitmachen. In der Urform der Hobbythekrezepte kommt man mit sehr wenig Inhaltsstoffen aus (Öl, Konsistenzgeber, Emulgator, Wasser). Es ist eindeutig einfacher nach Hobbythek anstatt nach Faber zu arbeiten (bezogen auf die Möglichkeiten). Faber-Rezepte sind vielleicht für 20% der Selbstrührer interessant.

Am Hobbythekkonzept bemängele ich nicht die Sonderzutaten, sondern die Form in der sie angeboten werden. Ein kleines Beispiel, Odex. Der Hauptwirkstoff, das Zinkricinoleat wird in der Hobbythek nur als Mischung für überwiegend flüssige Formulierungen angeboten. Ich hab mir mal den reinen Wirkstoff kommen lassen, und siehe da, damit lassen sich hervorragende Deocremes und Fußcremes herstellen. Das reine Zinkricinoleat ist halt besser für Emulsionstypen geeignet. Für Deoroller, Sticks und Spray´s ist wiederum das Odex besser geeignet. Da ich aber überwiegend Deocreme´s und Fußcremes verwende, mußte ich mir halt das reine Zinkricinoleat besorgen.


Auf das Thema Schmierseife z.B. für Schampoo´s möchte ich hier erst gar nicht eingehen.


Alles in allem ist meineserachtens das Hobbythekkonzept besser als das Faberkonzept.

In diesem Sinne....


>
> Gruß
> Michael


MfG j_ack
Re: Hobbythek/Faber 09.11.2002 (20:03 Uhr) Andi
Hallo J_ack,





> ich tue mich ebenfalls schwer mit diesen Faber-Rezepten.
> Dabei sind es noch nicht einmal die Inhaltsstoffe die
> mich stören, sondern vielmehr die sehr eingeschränkten
> Möglichkeiten der Faberkosmetik. Das kann man sehr schön
> am Beispiel von Cremes beobachten. Während ich bei Faber
> immer nur den Emulsionstyp (wohl eher sogar nur
> Dispersionstyp) W/O hinbekomme, stehen mir in der
> Hobbythek alle Emulsionstypen zur Verfügung. Ich
> persönlich komme mit den immer überfetteten Cremes nach
> Faber überhaupt nicht klar. Auch ist mir der Anteil an
> Konsistenzgebern in der Faber-Kosmetik eindeutig zu hoch.
> Das hinterlässt immer ein unangenemes Hautgefühl.
> Es ist im übrigen interessant das der eigentliche
> Siegeszug der Hobbythekkosmetik mit den
> Unzulänglichkeiten dieser sogenannten Naturkosmetik in
> engem Zusammenhang steht. Pütz hat ja irgentwie 10 Jahre
> bevor das Buch "Cremes und sanfte Seifen" herauskam genau
> die Form der Kosmetik propagiert, die u.a. auch Faber in
> ihren Büchern beschreibt. Der eigentliche Quatensprung in
> der Hobbythekkosmetik war ja das Zugänglichmachen von
> seinerzeit zwei Emulgatoren (Tegomuls und Lamecreme).
> Plötzlich war es auch dem Laien möglich stabile echte
> Emulsionen herzustellen. Bis zu diesem Zeitpunkt hat der
> Selbstrührer keine Möglichkeit gehabt an diese
> Emulgatoren ranzukommen. Später sind die Lecithine
> hinzugekommen....

So unterschiedlich wie die Menschen sind, so sind auch Ihre Vorlieben. Ich habe mein Leben so ausgerichtet, dass ich nur noch nach Bedarf eine Pflege oder ein Hautöl anwende. Wenn meine Haut spannt und sich trocken anfühlt, ist sie nach der Faberkreme, sehr dünn aufgetragen, seidig, geschmeidig und weich. Wäre sie eher fettig, würde ich auf eine Creme eher verzichten und nur drei Tropfen Gesichtsöl mit Nachtkerze und Wildrose z.B. auftragen. Das zieht schnell ein und die Haut ist glatt.

Nach Hobbythekrezepturen bräuchte ich da mindestens drei verschiedene Cremes. Ich habe wirklich da viel probiert. Die Regenwaldcrems, oder nach alten und nach neuen HT-Rezepturen.
Die waren auch nicht schlecht, vor allem als Übergang zur Industriekosmetik. Da muss man sich erst allmählich daran gewöhnen und da ist die Hobbythek ideal.
Super finde ich auch den momentanen Trend, mit Rückbesinnung auf die Natur (ich war heuer auch schon schlehensammeln).
Auch kann ich nur für mich sprechen und nur von meiner Zufriedenheit und besten Ergebnissen berichten. Allerdings arbeite ich höchst penibel, sauber und bin auch sonst Perfektionist in dem Gebiet. Ich rühre äusserst schonend und sorgfältig, auch muss man bei Faber elektrisch rühren, sonst hat man das erwähnte Wasser. Das habe ich nämlich nicht. Und die Creme bleibt mind. 2 Monate superstabil. Und wie gesagt, konnte ich keinen Verderb feststellen. Auch den Kindern bekommt die Pflege bestens.
Weleda arbeitet ja auch großteils mit Lanolin.

Dieses Back-to-The-Roots-Prinzip gefällt mir so herrlich.
Und ich denke auch nicht, dass es bei der Pflege solch hochtechnischer Produkte bedarf. Ich konnte mit gekauften Produkten auch noch keine Wunder erzielen. Und waren sie noch so teuer.
Je effektiver meine Pflege ist, umso weniger muss ich davon nehmen, umso weniger muss ich regelmässig herstellen und mir bleibt mehr Zeit für neue Experimente.




>
> Das du dich in die Steinzeit zurückversetzt fühlst, wenn
> du die Faber-Rezepte ließt, damit liegst wahrscheinlich
> gar nicht mal so falsch. Wäre diese Kosmetik
> kontinuierlich weiterentwickelt worden, so würden mit
> Sicherheit auch Emulgatoren (zumindest Lecithin oder
> Stabilisatoren wie Xanthan, Chitosan, Cellulose...) eine
> Rolle spielen.

Ich glaube Stefanie Faber schreibt in ihren Bücher, warum sie so einfach arbeitet. Weniger ist mehr, gerade auf der Haut.
Sie hat ja auch keine Industrie hinter sich stehen, wie die Hobbythek z.B., sondern ist nur soweit ich weiss Autorin und Landfrau.
Auch das gefällt mir gut an ihren Büchern. Das Kräutersammeln für die Rezepturen, das andächtige mazerieren, rühren und hingebungsvolle Bereiten der wertvollen Substanzen, die ich dafür verwende.

Ich habe auch versucht, die Rezepte von ihr zu verbesser, erneuern oder zu verändern. Und komme aber immer wieder, vor allem wenn ich schnell was brauche, auf ihre bewährten Rezepturen. Denn da ist ein Gelingen sicher.

Ich bin wahrscheinlich eine von den 20%....

Aber auch ein großer Hobbythekfan. Und wie gesagt, beherrsche ich die Hobbythekrezepturen in und manche sogar auswendig.
Die Hobbythek war es, die mich dazu gebracht hat. Aber man entwickelt sich eben weiter, da wo man hinmöchte.
Mir gefällt eben das einfache, möglichst ohne fremde Hilfe realisierbare (würde am liebsten auch mein Pflanzenöl selber herstellen....).

Übrigens scheint Twenn gar nicht so gesundheitsbedenklich zu sein. Meines Wissen wird es sogar in Impfstoffen verwendet, und die kommen ja bekanntlich sogar unter die Haut....


>
> Das mit dem Konservierungsmittelfrei halte ich auch für
> diskussionswürdig. Die etwas bessere mikrobiologische
> Stabilität liegt nicht an dem Umstand, daß weniger Wasser
> verwendet wird, sondern daran das es sich um W/O
> Emulsionstypen/Dispersionstypen handelt. Bei W/O-Typen
> sind die Wassertröpfchen im Öl verteilt (also von Öl
> umgeben) und so etwas besser von den Mikroben abgeschirmt
> (vereinfacht gesprochen). Es ist also der Emulsionstyp
> (und nicht unbedingt die verwendete Wassermenge) der eine
> geringfügig bessere mikrobiologische Stabilität erzeugt.
> Das setzt aber trotzdem sehr sauberes Arbeiten vorraus.
> Das mit der geringfügig besseren mikrobiologischen
> Stabilität relativiert sich aber sehr schnell, wenn man
> bedenkt wie instabil diese Cremeform bei geringfügig
> abweichender (aber auch bei korrekter) Rezeptur wird.
> Setzt sich z.B. Wasser nach einiger Zeit ab und wird es
> wieder untergerührt, so ist ein erhebliches
> Verkeimungsrisiko gegeben.
>
Wie gesagt, bei sorgfältigem Rühren, setzt sich gar nichts ab und ich nehme die Unguator Tuben-Dosen. Eine geniale Erfindung. Wiederverwendbar, praktisch zu befüllen und hygienisch wie eine Tube.
Kleine Portionen im Kühlschrank sind für mich kein Problem, wenn ich dafür auf Konservierer (den ja die Haut nicht braucht sondern nur die Creme) verzichten kann. Spart ja auch Geld.

Und kleine Töpfchen kann man sogar überall stehen lassen. Mir ist echt noch nichts schlecht geworden. Im Gegenteil zu gekaufter Kosmetik, wo meine Haut auch schon mit roten Flecken und Juckreiz reagierte.
Aber sauberstes Arbeiten ist sowieso überall im Haushalt erstes Gebot. Ich arbeite viel mit Isopropanol und habe damit noch keine schlechte Erfahrung. Auch sprühe ich ganz wenig davon nach dem Abfüllen der Cremes vor dem Verschliessen der Vorratsdosen darüber. Es verdunstet zwar mit der Zeit, verhindert aber so einen übermässigen Bakterienbefall durch die Luft.

Bevor ich anfange, werden alle Geräte und Gefässe damit eingesprüht. Es verdunstet schnell und hinterlässt in der Creme keinen Geruch.




> Ich denke Faber-Kosmetik ist längst nicht mehr Stand des
> Wissens/Technik. Alles was Faber macht ist auch mit
> reinen Hobbythektzutaten herstellbar, nur in besserer
> Qualität/Stabilität. Bei den Wirkstoffen muß man ja nicht
> alles mitmachen. In der Urform der Hobbythekrezepte kommt
> man mit sehr wenig Inhaltsstoffen aus (Öl,
> Konsistenzgeber, Emulgator, Wasser). Es ist eindeutig
> einfacher nach Hobbythek anstatt nach Faber zu arbeiten
> (bezogen auf die Möglichkeiten). Faber-Rezepte sind
> vielleicht für 20% der Selbstrührer interessant.
>

Nun ich liebe auch alte Kochbücher und althergebrachte Rezepte. Und möglichst noch von den Kräuterkundigen aus dem Mittelalter. Es ist nämlich viel Wissen darüber verloren gegangen. Und wenn man sie so liest, kann man das Wissen aus der Zeit miteinbeziehen zu den neuen Erkenntnissen. Nicht mal so uninteressant...






> Am Hobbythekkonzept bemängele ich nicht die
> Sonderzutaten, sondern die Form in der sie angeboten
> werden. Ein kleines Beispiel, Odex. Der Hauptwirkstoff,
> das Zinkricinoleat wird in der Hobbythek nur als Mischung
> für überwiegend flüssige Formulierungen angeboten. Ich
> hab mir mal den reinen Wirkstoff kommen lassen, und siehe
> da, damit lassen sich hervorragende Deocremes und
> Fußcremes herstellen. Das reine Zinkricinoleat ist halt
> besser für Emulsionstypen geeignet. Für Deoroller, Sticks
> und Spray´s ist wiederum das Odex besser geeignet. Da ich
> aber überwiegend Deocreme´s und Fußcremes verwende, mußte
> ich mir halt das reine Zinkricinoleat besorgen.


Also die Rezepte nach Hobbythek sind schon immer echte Erfahrungen. Erstaunlich auch, was man alles machen kann.




>
>
> Auf das Thema Schmierseife z.B. für Schampoo´s möchte ich
> hier erst gar nicht eingehen.
>

Ich habe an Weleda gemailt, weshalb das Ergebnis mit deren Shampoo meinen Haaren weitaus weniger guttut (sie sind danach richtig struppig und unangenehm), als mit dem selbstgerühren Seifenshampoo. Daraufhin kam die Antwort, dass meine Shampoos diese weitausweniger entfetten, aber dem Verbraucheransprüchen an die Handhabung nicht entgegenkommen. Also aber auch nicht schlecht sind, sondern eher im Gegenteil.
Aber Deine Meinung würde mich trotzdem dazu interessieren, denn Du hast enorme Sachkenntnis von den Dingen.



>
> Alles in allem ist meineserachtens das Hobbythekkonzept
> besser als das Faberkonzept.

Das muss man von Fall zu Fall für sich selbst entscheiden und nach seinen Bedürfnissen machen.

Bis bald.
Viele Grüße
Andi

>
> In diesem Sinne....
>
> MfG j_ack
Hallo ihr,

also ich bin ja auch ein absoluter Faber-Fan (mit Ausnahmen ;-)) und lasse auf die Faber-Cremes nichts kommen.

Meiner Haut und der meiner Tochter inkl der Haut meines Mannes tun sie supergut. mir ist auch noch nie eine Creme schlechtgeworden/umgekippt und nur einemla, als ich nciht ange genug kalt gerührt habe, hat sich Wasser abgesetzt.

Die Qualität der Cremes ist für mich wirklich erste Sahne!

Nun noch eine frage an Andi:

Du hast geschrieben, Tween sei gar nicht so schädlich; ich bin wegen  verunsichernden Aussagen über Tween grade auf Mulsifan als Emulgator umgestiegen; aber mein erster kontakt damit ha die Haut mehr audgetrocknet als Tween, finde ich.

Kannst Du noch ein wenig mehr zu deinbem Wissen bzgl Tween schrieben?

Danke :-))

Viele Grüße

Daniela
Re: Hobbythek/Faber 17.11.2002 (15:45 Uhr) Simone
Hallo J_ack,

> Auf das Thema Schmierseife z.B. für Schampoo´s möchte ich
> hier erst gar nicht eingehen.

könntest Du auf das Thema "Schmierseife" bitte doch einmal näher eingehen. Es interessiert mich einfach, was an der Schmierseife anders ist, als an den Tensiden.

Viele Grüße

Simone
Re: @Betty 07.11.2002 (14:36 Uhr) Kathrin
Hallo Betty!

> Verstehe nur nicht, warum die meisten hier im Forum alles
> mit irgendwelchen Konsistenzgebern, Emulgatoren,
> Konservierungsmitteln...u.s.w. mischen müssen. Creme
> /Salbe rühren kann so einfach sein!!

Eine gute Frage! Hier meine Antwort:

Ich möchte Cremes mit Wasseranteil, weil ich meiner Haut Feuchtigkeit zuführen muss. Ja nach dem wie hoch der Wasseranteil sein soll, muss ein anderer Emulgator verwendet werden. Bei wenig Wasser reicht sicher ein wenig Bienenwachs aus, wenn es etwas mehr sein soll nehme ich Lanolin und wenn der Wasseranteil größer als der Fett-Anteil sein soll, verwende ich "chemische" Emulgatoren wie Tegomuls, Emulsan.
Je nach Wassermenge ist die Creme dann natürlich relativ flüssig und manchmal auch nicht so stabil. Deswegen nimmt man Konsistenzgeber und Co-Emulgatoren (manche Stoffe sind beides), die die Creme fester machen und eben auch stabilisieren. Außerdem haben diese Stoffe oft auch hautpflegende Eigenschafen (das weisst Du ja, verwendest doch auch Shea, oder?).

Du hast ja schon öfter geschrieben, dass du Fett-Öl-Gemische zur Hautpflege verwendest. Das habe ich auch mal probiert, hat meiner Haut aber nicht so gefallen. Ich muss ihr mit den Cremes Feuchtigkeit zuführen, sonst zickt sie rum. :-) Außerdem haben wasserhaltige Cremes den Vorteil, dass man wasserlösliche Wirkstoffe einarbeiten kann (z.B. Aloe vera, ob das notwendig ist, sei mal dahingestellt. Toll finde ich auch die Möglichkeit, das Wasser durch ein Hydrolat auszutauschen, z.B. Hamameliswasser, so wie es S.Faber in ihren Rezpten oft macht.

Außerdem finde ich, dass man viel mehr Variationsmöglichkeiten hat. Und auch als Bodylotion könnte ich mir eine Salbe nur schwer vorstellen - wobei das aber sicher nur Gewöhnungssache ist (reines Öl nehme ich manchmal als Körperöl, aber das mag meine Haut auch nicht immerzu).

Ich sehe aber auch die Nachteile bei den Hobbythek-Cremes: es ist leider nicht alles natürlich, es müssen Konservierungsstoffe verwendet werden usw. Mir wäre es natürlich ohne diese ganze Chemie lieber! Darum habe ich jetzt auch mit Lanolin-Cremes von S.Faber angefangen, und ich muss sagen, das Prinzip gefällt mir! Die Cremes enthalten nur Öl, Lanolin, Wasser und Konsistenzgeber (könnte man sicher auch weglassen). Dazu noch äthärische Öle, da habe ich aber bisher noch nicht rangetraut.


Aber wer weiß, immerhin gefallen mir inzwischen Lanolincremes z.T. besser als die Hobbythek-Sachen, vielleicht steige auch noch auf Salben um.

Vielleicht kannst Du mal schreiben, wo Du die Vorteile bei Deiner Art der Gesichstpflege siehst, würde mich sehr darüber freuen.

Liebe Grüße,
Kathrin
Hallo Juhu,

wie wäre es denn mit ein paar Tröpfchen Grapfruitkernextrakt als Konservierungsmittel?

Das ist absolut natürlich und tötet Viren und Bakterien wirksam ab.

Je nachdem würde ich 3-15 Tropfen auf 100ml empfehlen.

Und der Haut tut´s übrigen´s nur gut ;-).

Grüße

Daniela
Hallo!

Ich bin auch ein Fan von GKE - richtig eingesetzt wirkt es kleine Wunder. Aber bitte beachtet:
Grapefruitkernextrakt (Citricidal) ist kein reines Naturprodukt und darf auch nicht als solches deklariert werden!!!
Es wird zwar aus Grapefruitkernen + Fruchtfleisch hergestellt, wird aber durch aufwändige chemische Umwandlungsverfahren erst in seine Endform gebracht - ein chemisches Produkt auf pflanzlicher Basis also!!

Grüße
Hubert

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