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 Erfahrung, Fragen und Tipps zur Hobbythek
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Frage speziell an Gitta! 06.12.2002 (08:21 Uhr) sputti
Hallo Gitta,
ich mache ja jetzt schon seit einiger Zeit sehr erfolgreich dein Cremerezept. Nun würd ich einen Tipp von dir brauchen: Ich würde im Winter als Emulgator gerne Emulsan einsetzen, damit die Creme etwas reichhaltiger wird. Meine Testcreme ist ganz gut geworden, doch ich hätte gerne deine Meinung/Empfehlung erfragt!
Ich habe Grundrezept
7 Olivenöl
2g Lame
2g Tegomuls
36 ml Wasser und dann noch Wirkstoffe.

Jetzt hab ich nur jeweils 1g Lame
und 1g Emulsan genommen.
Der Rest blieb gleich.
Wieviel würdest du einsetzen,
oder wie wäre die Kombi Emulsan/Tego??
Wäre superlieb von dir, wenn du mir wieder einen "Profi"Tipp geben könntest!

Danke im voraus

sputti
Emulsionstyp 06.12.2002 (10:19 Uhr) Gitta
Hallo sputti,

die Kombination Emulsan/Tegomuls ergibt für mich keinen Sinn. Denn Tegomuls ist ein reiner O/W-Emulgator, Emulsan ein reiner W/O-Emulgator. Was soll dabei rauskommen?

Du willst eine reichhaltigere Creme, da liegst du mit Emulsan schon richtig. Damit kannst du reine W/O-Emulsionen erzeugen, die fetthaltiger wirken.

Die Kombination Lamecreme/Emulsan - hm... habe ich noch nicht ausprobiert. Lamecreme ist ein Mischemulgator. Damit kannst du bei einem Wassergehalt von unter 50% (Wirkstoffe mit eingerechnet) schon eine W/O-Emulsion hinbringen. Nur deine Creme dürfte etwa 75% Wasser enthalten.

Ein "reichhaltigeres" Gefühl auf der Haut kannst du auch erreichen, wenn du nur Lamecreme verwendest. Erhöhe den Wassergehalt.(musst du probieren, wann es sich für dich am besten anfühlt, das ist ja das schöne am Selbermachen)

Wie wäre es mit einem speziellen Rezept für eine "reichhaltige Wintercreme"? Die im Endeffekt nicht fetter ist, sondern nur ein anderer Emulsionstyp.

Versuche mal folgendes Rezept:

Olivenöl 9ml (18% von der Gesamtmenge Endprodukt)
Emulsan 3g (5% von der Gesamtmenge Endprodukt)
Wachs (Shea- oder Kakaobutter) 1g (2% von der Gesamtmenge Endprodukt)
mit Wasser und Wirkstoffen auf 50ml auffüllen.
(den Wasseranteil kann ich dir nicht genau angeben, weil ich nicht weiß, wieviel Wirkstoffe du noch dazugeben willst).

Diese Rezeptur hat einen Fettgehalt von ca. 25%, also noch nicht sehr fettreich und als Tagescreme verwendbar. Aber es ist eine reine W/O-Emulsion, die trotz des niedrigen Fettgehalts einen Schutzfilm auf der Haut hinterlässt.

Wenn dir diese Creme zu "mager" ist, kannst du den Fettgehalt bis ca. 45% erhöhen. Das ist dann aber schon sehr fett. Die würde ich nur noch als reine Schutzcreme, z.B. für den Winterurlaub (mit Sonnenschutz) verwenden.

Hoffentlich ist die Verwirrung nicht übergroß geworden. Wenn du noch nicht klar kommst, melde dich nochmal.

Tschüs und liebe Grüße
Gitta
> sorry, ist mir ein Fehler unterlaufen...

> Ein "reichhaltigeres" Gefühl auf der Haut kannst du auch
> erreichen, wenn du nur Lamecreme verwendest. Erhöhe den
> Wassergehalt.(musst du probieren, wann es sich für dich
> am besten anfühlt, das ist ja das schöne am Selbermachen)

...es muss heißen: "Vermindere" den Wassergehalt. Dabei die Fettanteile erhöhen.
Re: Emulsionstyp - Frage dazu 06.12.2002 (15:16 Uhr) Kathrin
Hallo Gitta,

> die Kombination Emulsan/Tegomuls ergibt für mich keinen
> Sinn. Denn Tegomuls ist ein reiner O/W-Emulgator, Emulsan
> ein reiner W/O-Emulgator. Was soll dabei rauskommen?

Eine Creme! :-) Ne, ehrlich, ich habe schon Emulsan 2 und Tego gemischt und war von dem Ergebnis recht angetan!

>
> Du willst eine reichhaltigere Creme, da liegst du mit
> Emulsan schon richtig. Damit kannst du reine
> W/O-Emulsionen erzeugen, die fetthaltiger wirken.
>
> Die Kombination Lamecreme/Emulsan - hm... habe ich noch
> nicht ausprobiert. Lamecreme ist ein Mischemulgator.
> Damit kannst du bei einem Wassergehalt von unter 50%
> (Wirkstoffe mit eingerechnet) schon eine W/O-Emulsion
> hinbringen. Nur deine Creme dürfte etwa 75% Wasser
> enthalten.
>
> Ein "reichhaltigeres" Gefühl auf der Haut kannst du auch
> erreichen, wenn du nur Lamecreme verwendest. Erhöhe den
> Wassergehalt.(musst du probieren, wann es sich für dich
> am besten anfühlt, das ist ja das schöne am Selbermachen)
>
> Wie wäre es mit einem speziellen Rezept für eine
> "reichhaltige Wintercreme"? Die im Endeffekt nicht fetter
> ist, sondern nur ein anderer Emulsionstyp.
>
> Versuche mal folgendes Rezept:
>
> Olivenöl 9ml (18% von der Gesamtmenge Endprodukt)
> Emulsan 3g (5% von der Gesamtmenge Endprodukt)
> Wachs (Shea- oder Kakaobutter) 1g (2% von der Gesamtmenge
> Endprodukt)
> mit Wasser und Wirkstoffen auf 50ml auffüllen.
> (den Wasseranteil kann ich dir nicht genau angeben, weil
> ich nicht weiß, wieviel Wirkstoffe du noch dazugeben
> willst).
>
> Diese Rezeptur hat einen Fettgehalt von ca. 25%, also
> noch nicht sehr fettreich und als Tagescreme verwendbar.
> Aber es ist eine reine W/O-Emulsion, die trotz des
> niedrigen Fettgehalts einen Schutzfilm auf der Haut
> hinterlässt.

Ehrlich gesagt, kann ich mir gar nicht vorstellen, dass eine Creme mit 25 % Fettgehalt eine W/O - Creme sein soll? Geht das physikalisch überhautpt?

>
> Wenn dir diese Creme zu "mager" ist, kannst du den
> Fettgehalt bis ca. 45% erhöhen. Das ist dann aber schon
> sehr fett. Die würde ich nur noch als reine Schutzcreme,
> z.B. für den Winterurlaub (mit Sonnenschutz) verwenden.

Na, so würde ich das aber nicht sehen. Eine Creme mit ca. 50 % Fett enthält ja immer noch 50 % Wasser, spendet also trotzdem viel Feuchtigkeit. Ich habe fettige Haut, und nehme als Nachtcreme eine recht fettige Creme und finde, das das meiner Haut gut tut. Aber natürlich reagiert jede Haut anders, da hilft nur: ausprobieren.

An sputti: Wenn Du eine reichhaltigere Creme willst, solltest Du nicht einfach den Emulgator austauschen, sondern ein anderes Rezept mit mehr Fett nehmen. Im Winter ist das ohnehin besser für dia Haut.


Liebe Grüße,
Kathrin
Re: Emulsionstyp - Frage dazu 06.12.2002 (19:06 Uhr) Gitta
Liebe Kathrin,


> Eine Creme! :-) Ne, ehrlich, ich habe schon Emulsan 2 und
> Tego gemischt und war von dem Ergebnis recht angetan!

Ich meinte auch nicht Emulsan 2 sondern Emulsan. Emulsan 2 ist, wie Lamecreme, ein Mischemulgator und da macht es auch Sinn, mit Tegomuls zu mischen.

> Ehrlich gesagt, kann ich mir gar nicht vorstellen, dass
> eine Creme mit 25 % Fettgehalt eine W/O - Creme sein
> soll? Geht das physikalisch überhautpt?

Chemisch kann ich dir das nicht erklären. So weit reicht mein Chemiewissen nicht. Aber ob eine Emulsion ein W/O-Typ oder ein O/W-Typ ist, liegt vorwiegend am Emulgator. Mit den Mischemulgatoren kann man auch, bei entsprechend niedrigem Wassergehalt eine W/O-Emulsion erzeugen.

> Na, so würde ich das aber nicht sehen. Eine Creme mit ca.
> 50 % Fett enthält ja immer noch 50 % Wasser, spendet also
> trotzdem viel Feuchtigkeit. Ich habe fettige Haut, und
> nehme als Nachtcreme eine recht fettige Creme und finde,
> das das meiner Haut gut tut. Aber natürlich reagiert jede
> Haut anders, da hilft nur: ausprobieren.

Wenn du damit gut zurecht kommst ist es ja bestens. (Ist nicht böse oder spöttisch gemeint) Nur meine Erfahrungen sind da ein wenig anders. Es reicht nicht immer, einfach nur den Fettgehalt zu erhöhen. Manchmal muss man auch einen anderen Emulgator nehmen um den richtigen Emulsionstyp zu erzeugen. Es ist nämlich durchaus ein Unterschied, ob ich eine W/O-Emulsion auftrage, die ja den Vorteil hat,dass einen Schutzfilm auf der Haut hinterlässt, oder ob ich einfach nur mehr Fett verwende, das möglicherweise zu klebrig und ölig glänzend wirkt.

Hoffentlich bin ich nicht zu barsch. (Habe heute ein wenig Konzentrationsprobleme)

Liebe Grüße
Gitta
Re: Emulsionstyp - Frage dazu 10.12.2002 (17:30 Uhr) Kathrin
Hallo Gitta!

>
> > Eine Creme! :-) Ne, ehrlich, ich habe schon Emulsan 2 und
> > Tego gemischt und war von dem Ergebnis recht angetan!
>
> Ich meinte auch nicht Emulsan 2 sondern Emulsan. Emulsan
> 2 ist, wie Lamecreme, ein Mischemulgator und da macht es
> auch Sinn, mit Tegomuls zu mischen.

Ahhhh, na dann ist ja alles klar! Hab gar nicht dran gedacht, dass sich E anders wie E2 verhält.

> > trotzdem viel Feuchtigkeit. Ich habe fettige Haut, und
> > nehme als Nachtcreme eine recht fettige Creme und finde,
> > das das meiner Haut gut tut. Aber natürlich reagiert jede
> > Haut anders, da hilft nur: ausprobieren.
>
> Wenn du damit gut zurecht kommst ist es ja bestens. (Ist
> nicht böse oder spöttisch gemeint) Nur meine Erfahrungen
> sind da ein wenig anders. Es reicht nicht immer, einfach

Ja, genau das meine ich: Jede Haut ist anders, und was sich bei einem toll anfühlt, kann für jemand anders furchtbar sein. Das hängt mit so vielen Faktoren zusammen, im Endeffekt kann man nur Hinweise geben. Ob eine Creme gut ist oder nicht, muss dann jeder für sich entscheiden. Und trotzdem kann man nie wissen, ob man vielleicht in 5 Jahren eine ganz andere Creme braucht. Ich bin auch noch am probieren, vielleicht gefällt mir ja das nächste "Creme-Experiment" noch besser ... darum probiere ich total gerne neues aus. Dein Rezept habe ich mir auch schon abgespeichert.  :-)

> nur den Fettgehalt zu erhöhen. Manchmal muss man auch
> einen anderen Emulgator nehmen um den richtigen
> Emulsionstyp zu erzeugen. Es ist nämlich durchaus ein
> Unterschied, ob ich eine W/O-Emulsion auftrage, die ja
> den Vorteil hat,dass einen Schutzfilm auf der Haut
> hinterlässt, oder ob ich einfach nur mehr Fett verwende,
> das möglicherweise zu klebrig und ölig glänzend wirkt.

Wenn es um den Film auf der Haut geht, dann kann man den ja auch mit gewissen Zusatzstoffen erzeugen, wär villeicht auch noch eine Möglichkeit.

> Hoffentlich bin ich nicht zu barsch. (Habe heute ein
> wenig Konzentrationsprobleme)

Nö, kein Problem! Ich finde Deine Beiträge immer sehr konstruktiv!


Liebe Grüße
Kathrin
Re: Emulsionstyp - Frage dazu 10.12.2002 (18:38 Uhr) Gitta
Hallo Kathrin,

mit Emulsan und Emulsan 2 bin ich einem Irrtum auferlegen. Am besten, du liest dir die Beiträge von Hubert durch. Er hat die Unterschiede der einzelnen Emulgatoren sehr gut erklärt.

Ich war bisher der Meinung, dass Emulsan ein W/O-Emulgator wäre. Und das nur, weil er sich noch genauso verhält wie früher. Also das habe ich jetzt zumindest kapiert, es gibt nur EIN Emulsan und das ist ein O/W-Emulgator.

Nichts für ungut... man kann sich ja mal irren

Schönen Abend noch (und vor allem ein wärmendes Kaminfeuer bei der Kälte)

Liebe Grüße
Gitta
Re: Emulsionstyp 06.12.2002 (18:06 Uhr) Hubert
Hallo Gitta!

Leider unterliegst auch Du einem weit verbreiteten Irrtum - Emulsan II ist kein w/o Emulgator!
Bitte lies meinen Tipp vom 28.10.2002.

Herzliche Grüße
Hubert
Hallo!

Die Datumsangabe beim Tipp war falsch - richtig 28.11.2002.
Hier eine Kopie:

Hallo Hobbythekfreunde!

Beim Schmökern dieser Seiten ist mir aufgefallen, dass viele Probleme mit der richtigen Verwendung der HT-Emulgatoren haben. Deshalb hier einige Tipps:

Lamecreme alt = Lamecreme ZEM = tierisch und pflanzl. Ursprungs = Produktion eingestellt

Lamecreme neu = Verschiedene (je nach Anbieter und Lieferfirma) Produktbezeichnungen, aber alle sind ein Gemisch aus Glycerylstearat und Glycerylstearatcitrate = Lebensmittelemulgator E 471 (HLB4) + E 472c (HLB12) = Ursprung je nach Lieferfirma = Mischemulgator für o/w und w/o - Emulsionen.


Emulsan alt = Methylglucosidstearat = w/o Emulgator (HLB6) = Ursprung pflanzlich = Produktion eingestellt

Emulsan neu = Methylglucose sesquistearate = pflanzl. Ursprung = o/w! Emulgator (HLB12) (max. 45 % Fettphase)


Tegomuls alt = Tegomuls 90S = Ursprung tierisch = o/w Emulgator (HLB12)

Tegomuls neu (P) = Glycerylmonostearate SE = pflanzl. Ursprungs = o/w Emulgator (HLB12)

HLB unter 10 bedeutet lipophil = Emulsion tendiert zu w/o
HLB über 10 bedeutet hydrophil = Emulsion mehr o/w

Wer also eine sehr fettreiche Creme machen möchte (über 45 % Fettphase) sollte besser Lamecreme verwenden.
Bei Fettphasenanteilen von 20 bis 45 % kann Lamecreme oder Emulsan oder Tegomuls (oder ein Mix) verwendet werden.
Bei Fettphasenanteilen unter 20 % auf jeden Fall Tegomuls und einen Gelbildner (z.B. Xanthan) mitverwenden.

Viel Spaß weiterhin bei der Cremeherstellung und schöne Grüße
Hubert
Verwirrspiel der Bezeichnungen 06.12.2002 (18:47 Uhr) Gitta
Lieber Hubert,

das weiß ich. Ich meinte auch nicht Emulsan 2 sondern Emulsan. Und das ist nach meinen Informationen durchaus ein reiner W/O-Emulgator.

Ein Verwirrspiel der Bezeichnungen. Emulsan 2 hat seinerzeit Spinnrad in den Handel gebracht, als die ursprüngliche Lamecreme nicht mehr hergestellt wurde. Sozusagen als Ersatzprodukt. Emulsan 2 ist, wie Lamecreme, ein Mischemulgator, der W/O und O/W- Emulsionen erzeugt.(Irgendwo im Forum gibt es dazu auch eine Diskussion mit ClaudiaK). Die hätten gut daran getan, dafür einen anderen Namen zu nehmen. Denn schon im alten Hobbythekbuch "Die 5-Minuten-Kosmetik" aus dem Jahr 1993 ist Emulsan als W/O-Emulgator beschrieben. Und genau diesen meine ich.

Sollte sputti aber Emulsan 2 meinen, dann sind meine Infos dazu natürlich nicht richtig. Wenn aber nur Emulsan da steht, gehe ich auch davon aus, dass das gemeint ist.

Nun warte ich auf sputti's Antwort, welchen Emulgator sie nun verwendet hat.

Liebe Grüße
Gitta
Hallo Gitta!

Wie in meinem Tipp angegeben, hat die Herstellerfirma von Emulsan(I) die Produktion vor mehreren Jahren eingestellt. Mir ist nicht bekannt, dass eine andere Firma einen identischen Emulgator herstellt(im Zentralverzeichnis der Kosmetikrohstoffe scheint zumindest keiner auf). Viele Hobbythekanbieter verkaufen Methylglucose sesquistearate als Emulsan und weisen nicht auf diesen Sachverhalt hin. Falls Du eine Anbieterfirma kennst, die definitiv noch das alte Emulsan verkauft, würde ich gerne davon erfahren, denn es war ein guter Emulgator.

Herzliche Grüße
Hubert
Hallo Hubert,

ich bin davon ausgegangen, dass das Emulsan immer noch ein W/O-Emulgator ist. Seltsam ist nur, dass sich Emulsionen mit Lamecreme ganz anders verhalten. Wenn ich z.B. Harnstoff in eine Creme mit Lamecreme gebe, wird sie wieder flüssig. Wenn ich dagegen den Harnstoff in eine Creme mit Emulsan gebe (sonstige Rezeptur gleich) bleibt sie stabil. Und das Gefühl auf der Haut ist auch so, wie ich es von dem ursprünglichen Emulsan kenne.

Nun habe ich bei meinem Anbieter nachgefragt und die Auskunft erhalten, dass sich Einsatz und Wirkung von Emulsan nicht verändert hätten.

Gibt es denn für den Hobbyrührer, außer Lanolin, einen anderen W/O-Emulgator oder müssen wir darauf verzichten?

Ach ja, die Berechnung des HLB-Wertes ist wohl nur was für den Chemiker. Als Laie kann ich damit nichts anfangen. Den Hintergrund habe ich sicher verstanden, nur wie erfahre ich, welchen HLB-Wert ein Emulgator hat? (Ich weiß, du hast es aufgeschrieben - ich meine die Frage ganz allgemein.)

Hoffentlich verzweifelst du nicht aber es fehlen soooo viele Informationen zu den Stoffen, wo es doch eigentlich transparenter als in der Kosmetikindustrie sein sollte.

Liebe Grüße
Gitta
Liebe Gitta,

ich wollte mit der Angabe des HLB-Wertes keine Verwirrung stiften, im Gegenteil, ich wollte damit nur den Unterschied der einzelnen Emulgatoren veranschaulichen. Die Hintergrundinformationen der Hobbythek zu den einzelnen Emulgatoren sind in der Tat etwas dürftig, wohl auch deshalb, um den "Laien" nicht mit technischen und chemischen Details zu erschlagen, mit denen er nicht wirklich etwas anfangen kann. Diese Informationen bekommen nur dann zunehmend Bedeutung, wenn man selbst anfängt Rezepte zu verändern oder neu zu entwickeln. Aber auch dann nutzen technische Angaben recht wenig, wenn das notwendige Hintergrundwissen fehlt. Eine Abschätzung, was für den/die Hobbythekler/in noch relevant und was nur verwirrend ist, war sicher für Pütz und Co recht schwierig. Auch hat der Umstand, dass einige Jahre nach dem Erscheinen der Bücher mehrere Substanzen ausgewechselt wurden (BSE-Problematik, neue Erkenntnisse, eingestellte Produktionen, u.s.w.) dazu geführt, dass zusätzliche Verwirrung mit ins Spiel kam. Die Herstellerfirmen selbst haben auch (verständlicherweise) kein Interesse, tausenden Hobbthekfans Datenblätter oder detailierte technische Daten zu schicken, von denen sie überzeugt sind, dass sie damit nur Verwirrung stiften würden (deshalb werden ja auch keine Originalproduktnamen verwendet).
Bei speziellen Problemen stellt diese Forum ja eine praktikable Möglichkeit dar, vielleicht etwas mehr zu erfahren.
Zu Deinen Fragen:
Emulsan ist durch seine chemische Struktur wesentlich unempfindlicher gegen Salzbeimischungen als Lamecreme, deshalb Deine Erfahrungen mit dem Harnstoff.
Es würde jetzt zu weit führen, dies genau darzulegen, aber Du kannst mit einem o/w Emulgator natürlich auch Emulsionen mit einem Fettphasengehalt über 50% herstellen. Ich würde Dir einen Versuch mit 2% Emulsan(II) und 4-5% Lamecreme anraten (habe aber keine eigenen Erfahrungen gemacht). Damit müsste eine stabile Emulsion bis ca. 70% Fettphase möglich sein. Einen klassichen W/O Emulgator bietet die Hobbythek meines Wissens nicht mehr an(w/o - Emulsionen sind wesentlich schwieriger zu handhaben als o/w's).

Tja, ich weiß nicht, ob ich Dir damit jetzt helfen konnte.

Grüße
Hubert
Danke 07.12.2002 (22:58 Uhr) Gitta
Hallo Hubert,

ich habe zwar jetzt immer noch seinen W/O-Emulgator aber du hast mir trotzdem geholfen. Jetzt weiß ich wenigstens, womit ich arbeite.

Du hast "den Nagel auf den Kopf getroffen" - detaillierte Datenblätter wären für mich sicher nicht durchschaubar. (Ich habe einige von omikron)Aber weil ich meine eigenen Rezepturen entwickle, brauche ich schon genauere Infos über die Rohstoffe als sie die Hobbythek gibt. Genau das ist mein Problem.

Meine gesamte Literatur ist doch schon recht alt. Da sind die veränderten Rezepturen der Rohstoffe nicht drin. Tja, und was Neues habe ich noch nicht gefunden.

Nun, was jetzt Emulsan betrifft, ist es mir eigentlich egal, ob es ein W/O- oder ein O/W-Emulgator ist. Hauptsache, er ist relativ stabil bei Salzzugaben. Für mich ist das das Wichtigste. Auch wenn es nicht mehr der gleiche Typ ist, fühlen sich doch die Emulsionen so wie früher an. Meine Lotion soll 75% Wassergehalt haben und trotzdem einen leichten Film und keinen Ölpapp auf der Haut zurück lassen. Deshalb war ich ja bisher (und bin es immer noch) mit Emulsan so zufrieden.

Ich habe allerdings den Eindruck, dass sich selbst "Fachleute" nicht so recht auskennen. In dem Buch "Natürliche Schönheit für Ihre Haut" aus dem Jahr 1998 ist ein Emulgator Namens Emulsan (!) beschrieben: INCI Methyl Glucose Sesquistearate, pflanzlicher W/O-Emulgator für einen ph-Wert von 3,5-8,5 usw. 3 Jahre später erschien die Neuauflage mit dem Titel "1001 Rezepte für eine schöne Haut". In diesem Buch heißt der Emulgator Emulsan II mit der Beschreibung: Glyceryl Stearate, pflanzlicher W/O-Emulgator für einen ph-Wert von 3,5-8,5 usw.

Was soll man davon halten - als Laie.

Jedenfalls danke ich dir recht herzlich für deine Infos und wünsche dir noch einen schönen Sonntag.

Liebe Grüße
Gitta
@ Gitta und Emulsan II 11.12.2002 (14:32 Uhr) Gabi
Hallo Gitta,

ich habe die Diskussion zum Emulgator Emulsan II interessiert verfolgt, war ich doch auch der Meinung, das es ein W/O- Emulgator sei.

Aus dem Hobbythekbuch „Hobbythek spezial“ habe ich folgende Beschreibung von Emulsan II:
...nach diesem neuen Emulgator haben wir lange gesucht, denn in unserem Sortiment fehlte bisher eine Substanz, die stabile Wasser-in-Öl-Cremetypen ermöglichte. Emulsan II erfüllt alle unsere Forderungen an Hautverträglichkeit und natürlicher Beschaffenheit. Es wird aus rein pflanzlichen Rohstoffen gewonnen, und zwar aus Pflanzenfett und Zucker....

Also ist Emulsan II doch ein W/O- Emulgator? Oder verstehe ich nur einiges nicht?

LG von immer noch verwirrter Gabi
Re: @ Gitta und Emulsan II 11.12.2002 (15:39 Uhr) Gitta
Hallo Gabi,

soweit ich weiß, wurde das "Hobbythek spezial"-Buch von Spinnrad iniziiert. Ich habe gehört, dass sich die Hobbythek nach dem Erscheinen des Buch zuerst von dem Buch distanziert haben soll. Ich kann mich auch an keine Hobbythek-Sendung erinnern, in der speziell "Emulsan II" vorgestellt wurde. Vielleicht täusche ich mich aber ich zeichne seit einigen Jahren die für mich interessanten Sendungen auf und mir ist nichts dergleichen aufgefallen. Der Text, so wie du ihn hier reingeschrieben hast, steht er bereits im Buch "Die 5-Minuten-Kosmetik" aus dem Jahr 1993 und zwar zu "Emulsan"!

Von Duft und Schönheit habe ich heute eine mail erhalten. Die schreiben wörtlich:

"Emulsan ist mittlerweile ein Emulgator, mit dem sich sowohl reine W/O-Emulsion als auch Mischtypen herstellen lassen. Methylglucosedistearat ist nicht mehr erhältlich"

Es herrscht also weiterhin Verwirrung...

Nach den Ausführungen von Hubert und meine eingenen Recherchen im Internet zufolge, kann man davon ausgehen, dass das zur Zeit erhältliche Emulsan (ob nur Emulsan oder Emulsan II - es dürfte sich um ein und die selbe Substanz handeln) ein Mischemulgator ist, mit dem man W/O- und O/W-Emulsionen herstellen kann. In begrenztem Umfang vergleichbar mit Lamecreme-Ersatz. Wobei Emulsan bei Zugaben von Harnstoff oder anderen Salzen stabilere Emulsionen erzeugt.

Irgendwann werden die Irrungen und Wirrungen zuende sein. ...hoffentlich.

Liebe Grüße
Gitta
Re: @ Gitta und Emulsan II 11.12.2002 (18:39 Uhr) Gabi
Hallo Gitta,

danke für deine Erklärungen. Es ist schon ein wenig verwirrend für Leute, die das Creme rühren nur als Hobby betreiben wollen. Denn wenn man dazu erst Chemie studieren muß, ist es nicht mehr im Sinne des Erfinders. Naja....
Allerdings habe ich mit diesem Emulgator recht gute Erfahrungen gemacht und es wäre schade, wenn sich einige aus den besagten Gründen deshalb nicht an das Rühren mit Emulsan heran trauen.

Liebe Grüße
Gabi
Re: @ Gitta und Emulsan II 12.12.2002 (00:28 Uhr) Hubert
Hallo Gabi!

Ich habe mir heute das zitierte Buch "Hobbythek spezial" angeschaut, Du hast Recht, es steht wirklich so drinnen. Auch wenn es arrogant von mir erscheinen mag, aber es ist leider falsch!!!! Emulsan(II) ist Methylglucose sesquistearate und definitiv ein o/w - Emulgator. Warum alle so auf einen w/o - Emulgator stehen, weiß ich nicht. Kommt es für HobbykosmetikerInnen nicht einfach darauf an, ob die Cremes gut gelingen und sich gut anfühlen (und das ist mit einem o/w-Emulgator nun mal viel leichter als mit einem w/o)? Emulsan ist ein wirklich guter Emulgator (speziell für Laien), ist es da nicht egal, ob nun w/o oder o/w? Ich habe etwas länger in dem zitierten Buch gelesen und in 20 Minuten ca. 5 Fehler gefunden! Nur ein Beispiel: Sanfteen wird als gut schäumendes Tensid beschrieben-wer Sanfteen kennt, weiß, dass es gut ist, aber überhaupt nicht schäumt. Leider habe ich ähnliche Fehler auch in anderen Bücher gefunden - ein weiterer Beitrag zur allgemeinen Verwirrung.

Grüße
Hubert
Re: @ Gitta und Emulsan II 12.12.2002 (22:09 Uhr) Lucrezia
Hi,

es wäre mehr als hilfreich, wenn auch bei den Hobbythek-Produkten endlich der INCI-Name angegeben würde. Ich empfinde es ehrlichgesagt als großes Ärgernis, ständig recherchieren zu müssen, was ich eigentlich verwende. Mich hält es mittlerweile vom Selberrühren ab, da ich oft einfach nicht weiß ob ich nicht einen Stoff verwende, den ich bei gekaufter Kosmetik niemals akzeptieren würde.

Schöne Grüße
Lucrezia
Hobbythek 13.12.2002 (14:35 Uhr) Andi
> Hi,
>
> es wäre mehr als hilfreich, wenn auch bei den
> Hobbythek-Produkten endlich der INCI-Name angegeben
> würde. Ich empfinde es ehrlichgesagt als großes Ärgernis,
> ständig recherchieren zu müssen, was ich eigentlich
> verwende. Mich hält es mittlerweile vom Selberrühren ab,
> da ich oft einfach nicht weiß ob ich nicht einen Stoff
> verwende, den ich bei gekaufter Kosmetik niemals
> akzeptieren würde.
>
> Schöne Grüße
> Lucrezia


Hallo Lucrezia,

Du sprichst mir aus der Seele...

Auch fände ich es toll, wenn die Hobbythek wieder mal etwas Neues zu dem Thema Kosmetik machen würde.

Einige Dinge sind ja schon recht veraltet und vieles ist auch nicht so natürlich wie ich es mir vorstelle.
Deswegen mache ich ja meine Cremes momentan lieber nach Art von Stefanie Faber.

Wäre doch mal eine Anregung, auch für die Anbieter hier, die uns ab und an besuchen, die ja vielleicht noch einen besseren Draht zur Hobbythek haben.

Die Nachfrage gerade in Punkto Kosmetik ist enorm, wie man hier auch im Forum merkt.
Ein Großteil der Fragen geht ja ums Rühren von Pflegemitteln und da die Hobbythek sich zur Zeit ja auch mit eher Alternativen Dingen beschäftigt (wie z.B. den Lebenselexieren aus Deutschland, finde ich echt gut), können sie doch mal ein ganz neues Buch über z.B. Faberorientierte Rezepturen machen, die ja auch in vielen Dingen verbesserungsbedürftig (Tween, Vaselinöl, ätherische Öle im Allgemeinen).

Die Tenside könnten auch überarbeitet werden und Seifenkochen mal aufgegriffen werden (da war von Sonja ein guter Link zum Seifenkochen - Tolle Page!).

Liebe Grüße
Andi
Re: Emulsionstyp 06.12.2002 (20:11 Uhr) sputti
Hi Gitta,
vielen herzlichen Dank für die prompte Antwort!! Danke auch an alle Anderen.
Ich hab das ganz normale Emulsan genommen, ich kenn auch gar kein anderes, weil ich nicht bei Spinnrad kaufe.
Gitta, du hast ganz recht, ich will nicht unbedingt den Fettanteil erhöhen, ich will sie ja nicht glänzend und fett auf der Haut haben.
Ich werde es beim nächsten Mal nur mit Emulsan versuchen,
die Mischung mit Tego ist aber auch nicht ohne, allerdings weiß ich natürlich nicht, wie sie "nur" mit Emulsan geworden wäre. Ich bin mal gespannt, denn ich will ja eine Creme die einzieht, und einfach ein reichhaltigeres Gefühl auf der Haut hinterlässt. Ich gebe auch immer Elastin mit rein, damit so eine Art "Gleitfilm" drauf ist.
Dein Rezept mit dem Lame/Tego hab ich sehr lieb gewonnen, und möchte es in der wärmeren Jahreszeit nicht mehr missen.
An Wirkstoffen geb ich nicht so viel rein, nur Elastin, Panthenol, Aloe vera 10/ und als Konsistenzgeber Shea.
Gelegentlich Hyalurons.
Ich brauch jetzt meine Mischcreme auf, und dann nehm ich mal nur Emulsan. Lame pur hatte ich irgendwann mal probiert, das gefiel mir nicht so gut, aber vielleicht lag es damals am Öl, das ich verwendet habe. Es war Distel.
Ich hab rausgefunden, das Olive für mich das Beste ist.
Aber, nun nochmals vielen herzlichen Dank,
einen schönen Nikolausabend noch,
bis bald

sputti
Re: Emulsionstyp 06.12.2002 (21:02 Uhr) sputti

Sorry, ebenfalls Fehlerteufel:

> die Mischung mit Tego ist aber auch nicht ohne...

Ich meine natürlich die Mischung, die ich gemacht habe,
Emulsan und Lamecreme!


Cremerezept probiert! 09.12.2002 (07:47 Uhr) sputti
Hi Gitta,

hab dein Rezept mit dem Emulsan und Olivenöl probiert und bin begeistert!! Genau so was hatte ich mir vorgestellt.
Ich hab noch etwas Elastin und Phantenol rein, und sie wirkt einfach etwas "reichhaltiger" auf der Haut, ohne im besonderen fett zu sein.
Auf 50ml auffüllen hab ich so verstanden, dass ich 35ml Wasser reingebe.
Ich brauch sie gar nicht mehr zu verändern. Die Rezeptur passt genau.

Danke dir dann nochmals, liebe Gitta!

sputti
Eine klitzekleine Frage noch, Gitta! 09.12.2002 (08:08 Uhr) sputti
...und zwar zum Thema Emulsan:
Die Creme ist nicht fest, aber auch nicht flüssig. Ich hab sie gestern hergestellt. Dickt sie noch nach?
Emulsan ist ja nicht der "einfachste" Emulgator. Ich erwärme die Fettmasse immer auf 70°, und gebe dann gerade abgekochtes Wasser dazu. Ist es wichtig, dass ALLE Zutaten 70° haben, oder reicht die Fettphase auf dieser Temperatur?
Auch herrscht manchmal Verwirrung, ob es genau 70° sein sollten, oder ob es einfach auch mehr sein kann, also halt mindestens 70 erreicht worden sind?
Also, wenn du mir das noch beantworten könntest, so wäre ich ganz und gar zufrieden!!

lg
sputti
Hallo sputti,

meine Cremes mit Emulsan haben nach 2-3 Stunden eine softig-feste Konsistenz. Die Lotionen sind dann nach dieser Zeit dickflüssig.

Möglicherweise war dein Wasser zu heiß oder es liegt daran, dass du die Shea- oder Kakaobutter auch mit auf 70°C erhitzt hast. Ich habe nämlich festgestellt, dass die beiden Wachse einen großteil ihrer konsistenzgebenden Wirkung verlieren, wenn sie zu heiß werden. Am besten, du schmilzt zuerst den Emulgator im Öl und gibst dann die Shea oder Kakaobutter dazu. Weil die beiden einen sehr niedrigen Schmelzpunkt haben, schmelzen sie auch ohne weitere Erwärmung in der heißen Ölmischung. Sollten jedoch "Schlieren" im Öl entstehen, stelle das Glas nochmals kurz ins Wasserbad bis die Schlieren gelöst haben.

Wenn man nach der gängigen Literatur geht, sollten beide Phasen eine Temperatur zwischen 60 und 70°C haben. Ich kann aber nicht sagen, ob das bei mir der Fall ist, weil ich nicht nachmesse. Ich mache das nach Gefühl. Zuerst stelle ich die Fettphase in die Mikrowelle, wenn alles geschmolzen ist nehme ich das Glas raus, rühre kurz um und stelle das Wasser rein. Sobald leichter Dampf aufsteigt, nehme ich das Wasserglas raus und gieße das Wasser in die Fettphase. Zum Rühren verwende ich je nach Menge einen Mixstab oder einen Milchaufschäumer. Damit habe ich immer schöne Emulsionen.

Liebe Grüße
Gitta
Das íst es wahrscheinlich... 10.12.2002 (00:00 Uhr) sputti
Hi Gitta,
das ist wahrscheinlich der Grund: ich geb die Shea leider immer mit ins Öl. Wenn ich sie nachher reingebe, dann wirds wirklich besser, das stimmt schon. Bei genauerem Nachdenken ist mir das auch aufgefallen, dass es immer besser und sahniger wird, wenn ich die Shea einfach danach erst reingebe, also kurz vorm Wasser.
Ansonsten lieg ich ja dann ganz gut mit dem Emulsan...
hab halt noch nicht so viel Übung und Erfahrung damit,
aber er gefällt mir!
Re: Emulsionstyp 14.12.2002 (17:13 Uhr) Karina
> Hallo sputti,
>
> die Kombination Emulsan/Tegomuls ergibt für mich keinen
> Sinn. Denn Tegomuls ist ein reiner O/W-Emulgator, Emulsan
> ein reiner W/O-Emulgator. Was soll dabei rauskommen?
>
> Du willst eine reichhaltigere Creme, da liegst du mit
> Emulsan schon richtig. Damit kannst du reine
> W/O-Emulsionen erzeugen, die fetthaltiger wirken.
>
> Die Kombination Lamecreme/Emulsan - hm... habe ich noch
> nicht ausprobiert. Lamecreme ist ein Mischemulgator.
> Damit kannst du bei einem Wassergehalt von unter 50%
> (Wirkstoffe mit eingerechnet) schon eine W/O-Emulsion
> hinbringen. Nur deine Creme dürfte etwa 75% Wasser
> enthalten.
>
> Ein "reichhaltigeres" Gefühl auf der Haut kannst du auch
> erreichen, wenn du nur Lamecreme verwendest. Erhöhe den
> Wassergehalt.(musst du probieren, wann es sich für dich
> am besten anfühlt, das ist ja das schöne am Selbermachen)
>
> Wie wäre es mit einem speziellen Rezept für eine
> "reichhaltige Wintercreme"? Die im Endeffekt nicht fetter
> ist, sondern nur ein anderer Emulsionstyp.
>
> Versuche mal folgendes Rezept:
>
> Olivenöl 9ml (18% von der Gesamtmenge Endprodukt)
> Emulsan 3g (5% von der Gesamtmenge Endprodukt)
> Wachs (Shea- oder Kakaobutter) 1g (2% von der Gesamtmenge
> Endprodukt)
> mit Wasser und Wirkstoffen auf 50ml auffüllen.
> (den Wasseranteil kann ich dir nicht genau angeben, weil
> ich nicht weiß, wieviel Wirkstoffe du noch dazugeben
> willst).

Hallo Gitta,
du schreibst hier mit Wasser und Wirkstoffen auf 50ml auffüllen. Hierzu habe ich eine Frage. Ich möchte
Aloe Vera Pflanzengel hinzugeben, geht das?
Viele Grüße
Karina

> Diese Rezeptur hat einen Fettgehalt von ca. 25%, also
> noch nicht sehr fettreich und als Tagescreme verwendbar.
> Aber es ist eine reine W/O-Emulsion, die trotz des
> niedrigen Fettgehalts einen Schutzfilm auf der Haut
> hinterlässt.
>
> Wenn dir diese Creme zu "mager" ist, kannst du den
> Fettgehalt bis ca. 45% erhöhen. Das ist dann aber schon
> sehr fett. Die würde ich nur noch als reine Schutzcreme,
> z.B. für den Winterurlaub (mit Sonnenschutz) verwenden.
>
> Hoffentlich ist die Verwirrung nicht übergroß geworden.
> Wenn du noch nicht klar kommst, melde dich nochmal.
>
> Tschüs und liebe Grüße
> Gitta

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